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17.09.2019

„Ein Schaden für die gesamte Stadt“

Böblingen: Interview mit der Vorsitzenden des Gewerbeforums Berit Erlbacher zu ihrer Kritik am städtischen Baustellenmanagement

Zähfließender Verkehr, Stockungen, Staus sind rund um die Baustellen in Böblingen an der Tagesordnung. Bild: Jung

Es sind nicht die Baustellen in Böblingen, über die sich Berit Erlbacher ärgert. „Wenn sich eine Stadt weiterentwickelt, ist das mit Veränderungen und auch mit Baustellen verbunden. Die Frage ist nur, in welcher Art und Weise machen wir das?“, sagt die Vorsitzende des Gerwerbeforums und kritisiert mangelnde Kommunikation und Rücksicht beim Baustellen-Management der Verwaltungund nennt das Vorgehen in Teilen „geschäftsschädigend“.

Nachdem sie in einem offenen Brief ihrem Ärger Luft gemacht hat, sprach die SZ/BZ mit der Vorsitzenden des Gewerbeforums.


Sie stellen das Baustellenmanagement der Verwaltung in Frage. Welche ,Art und Weise“ des Vorgehens stößt Ihnen denn auf?


Berit Erlbacher: „Wenn es in der Stadt um Baustellen und Veränderungen geht, hat dies Auswirkungen auf alle: Bürger,
Geschäftstreibende, Dienstleister und nicht zuletzt auch auf die Besucher. Dazu ist eine Planung mit Weit- und Umsicht nötig - im Team. Das heißt in Abstimmung mit den Betroffenen der verschiedensten Interessengruppen. Dies ist eine komplexe Aufgabe. Böblingen will Vielfaltsgestalter sein und Raum für Taten und Talente bieten. Dies ist löblich, zukunftsweisend und mit sehr viel Verantwortung verbunden. Wer hier allerdings schon bewertet und selektiert, einzelne Gruppierungen benachteiligt oder nachhaltig schädigt, kann dieser Zielsetzung nicht gerecht werden.“


Hier spricht die Vorsitzende des Gewerbeforums?


Berit Erlbacher: „Nicht nur, aber die Gewerbetreibenden, Hoteliers, Dienstleister, Gastronomen, Einzelhändler und alle, die das Umfeld in Böblingen beleben und prägen, müssen einbezogen werden. Schließlich lassen die meisten davon Steuergelder in die Stadtkasse fließen. Das ist ein Punkt, den die Stadtplaner bisweilen vergessen. Die Weiterentwicklung und Erneuerung unserer Stadt kostet Geld und das muss jemand erwirtschaften. Geld, das im Moment durch unzumutbare Fehlplanungen, verursacht durch fehlende Kommunikation und Weitsicht, kaputt gemacht wird. Ob das nun Inkompetenz oder Desinteresse sein mag, ist dabei irrelevant, denn die daraus resultierenden Folgen werden über Jahre zu spüren sein, das Stadtbild nachhaltig prägen und das nicht zum Positiven.“


Welche Beispiele Berit Erlbacher dabei nennt und was sie von der Verwaltung fordert, steht in der Mittwochsausgabe der SZ/BZ, in der das komplette Interview abgedruckt ist und unter www.szbz.de..