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Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert · 15.04.2017

Ein Rundenwirbel mit Tradition

Radsport: Der RSC Schönaich veranstaltet sein Straßenrennen am Ostermontag zum 43. Mal / 300 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Der Ostermontag steht in Schönaich sowie in den Weil im Schönbucher Ortsteilen Breitenstein und Neuweiler ganz im Zeichen des Straßenradsports. Etwa 600 Rennfahrer werden auf dem neun Kilometer langen Rundkurs ihre Sieger ausfahren. Mit seiner 43. Auflage ist das „Rund um Schönaich“ mittlerweile eines der traditionsreichsten Straßenradrennen Deutschlands.

Wie viele Sportler genau am Start stehen werden, steht noch nicht fest. „Unser Problem ist, dass viele die Meldefrist verstreichen lassen und erst am Montagmorgen nachmelden“, sagt Uwe Töpfl, der als stellvertretender Vorsitzender des RSC Schönaich die Hauptlast der Organisation trägt.

Der Verein stemmt den Renntag mit 300 ehrenamtlichen Helfern. Davon kommen 150 von der Freiwilligen Feuerwehr. Der RSC selbst bringt das Kunststück fertig und ist mit nochmals 150 Helfern dabei, obwohl er nur 120 Mitglieder hat.

Wenn Ostern drei Wochen früher liegt, wird der süddeutsche Radklassiker automatisch zum Saisoneröffnungsrennen. Ein Termin wie in diesem Jahr erhöht die Chancen, dass „Rund um Schönaich“ zu einer Fahrt in den Frühling wird.

Witterungsbedingt ist das erste Rennen am Ostermontag auch das härteste. Um 9 Uhr, wenn die C-Klasse der Männer auf ihre sieben Runden geschickt wird, ist es meistens noch ziemlich frisch.

18-Jährige, die gerade von den Junioren in die Männerklasse aufgerückt sind und mit einem Sieg direkt in die B-Klasse aufsteigen könnten, konkurrieren hier mit Routiniers, die fast ihre Väter sein könnten, die aber in der untersten Eliteklasse festhängen, weil sie – vielleicht aus beruflichen oder familiären Gründen – nicht mehr die Zeit für ein tägliches Training haben. Mit 160 vorangemeldeten Teilnehmern wird hier das größte Feld unterwegs sein.

Der Höhepunkt der fast ganztägigen Veranstaltung ist das Rennen der A-/B-Klasse. Zugelassen sind in dem Wettbewerb über 16 Runden (144 Kilometer) die höchsten beiden Amateurklassen sowie Fahrer aus kleinen Profimannschaften. Auch Exoten im Straßenrennsport, wie die Mountainbike-Halbprofis Jochen Käß und Markus Kaufmann (beide vom Magstadter Bike-Team Centurion-Vaude), die mit dem Rennen ihr Aufbauprogramm für die Marathon-Weltmeisterschaft beginnen, treten hier an.

Zu den Favoriten gehören die sieben Fahrer des fränkischen Teams Heizomat, die in diesem Jahr bereits drei Siege eingefahren haben. Ihr Teammanager ist Markus Schleicher, dessen Profikarriere 1990 mit der Gründung des Teams Stuttgart begann.

Mit 133 Startern wird auch hier ein stattliches Feld unterwegs sein. Gemeldet sind 13 Mannschaften mit jeweils vier und mehr Fahrern. Auch ein Spezialist für solche Rennen wie der Schönaicher Mario Vogt, der in dieser Saison für das taiwanesische Attaque Team Gusto startet, wird sich gegen die zahlenmäßig starken Mannschaften schwer tun, weil er nur einen Mannschaftskameraden zur Unterstützung dabei haben wird. Das Elitefeld startet um 12.10 Uhr und wird drei Stunden später im Ziel erwartet.

Im Rennen der Frauen (sechs Runden, 54 Kilometer) treffen vor allem die Bundesligamannschaften Team Stuttgart und Maxx-Solar aufeinander.

Während die Teilnehmer aus dem Kreis Böblingen insgesamt dünn gesät sind, ist das in der Seniorenklasse anders. Mit Matthias Lang (Gechingen/RSC Schönaich) sowie den für Öschelbronn startenden Frank Düll (Holzgerlingen), Jürgen Wörn (Ehningen) und Bernhard Heiduk (Wildberg) geht in der Altersklasse ein aussichtsreiches Quartett ins Rennen.

Info:

Start und Ziel befinden sich am Ostermontag in der Schönaicher Ortsmitte (Wettgasse). Für Zuschauer attraktiv ist der Anstieg am Wolfenberg. Zwischen 9 und 14 Uhr werden neun Rennen gestartet. Die Wettkämpfe sind voraussichtlich gegen 15.45 Uhr beendet. Während der Rennen ist der Rundkurs für den übrigen Verkehr gesperrt.

Am Ostermontag wird der süddeutsche Radklassiker „Rund um Schönaich“ zum 43. Mal ausgefahren. Bild: Photo 5/A