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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 14.09.2018

Ein Radweg für 600 000 Euro

Deufringen/Gechingen: Offizielle Einweihung war am Mittwoch / Schon seit ein paar Wochen befahrbar

Von Gechingen aus führte bereits ein kleines Radweg-Teilstück Richtung Deufringen. Dann jedoch musste der Panoramaweg gewählt werden. Jetzt kann rechts abgefahren werden parallel zur Kreisstraße. Bild: Richter

Mit dem Radweg vom Aidlinger Teilort Deufringen nach Gechingen mit einer Länge von knapp 3 Kilometern wurde eine attraktive Zweiradverbindung aus dem Kreis Calw in den Kreis Böblingen geschaffen. Die Gesamtkosten liegen bei knapp einer Million Euro. Gefahren werden kann auf dem Weg bereits seit einigen Wochen.

Das kleinere Teilstück von Deufringen Richtung Gechingen wurde mit der Sanierung und dem Ausbau der Kreisstraße 1066 bereits vergangenes Jahr gebaut. Der 2,50 Meter breite Rad- und Fußweg führt bis zur Kreisgrenze in Richtung Gechingen immer parallel entlang der Kreisstraße, getrennt durch ein Bankett und einen Graben.

Auf Gechinger Markung war die Konzeption dieses Radweges etwas schwieriger und der Radweg konnte nicht immer entlang der Kreisstraße angelegt werden. Bis zu etwa 20 Meter ist der Radweg von der Straße entfernt. Auf Gechinger Markung musste ein etwa 2700 Quadratmeter großer Privatwald erworben werden.

Anschluss erfolgte im Juli

Die Fichten- und Tannenbäume mussten dem neuen Radweg weichen. Als Ausgleich wird ein artgerechter Laubwald angepflanzt. Der Radweg im Kreis Böblingen war bereits Ende vergangenen Jahres fertig. Der Anschluss von Gechingen her erfolgte dann in diesem Sommer im Juli.

Der Gechinger Gemeinderat vergab im Februar die Arbeiten für den Radweg, die kurz darauf begonnen wurden. Rodungsarbeiten waren bereits Ende 2017 erfolgt. In Gechingen mussten auch Grundstücke erworben werden. Die reinen Baukosten betrugen hier 468 000 Euro und mit dem Grundstückserwerb und den Rodungsarbeiten erhöhte sich der Betrag auf 600 000 Euro.

Gechingen bekam für den Radweg eine Förderung von 75 Prozent durch Land und Kreis. Auf der Markung im Kreis Böblingen übernahm der Landkreis alle Kosten. Auch hier waren Grundstückskäufe, wenn auch geringer als in Gechingen, erforderlich.

Vor der Realisierung des jetzt entstandenen Weges gab es einige Ideen und Vorschläge für die Trassenführung. Ziemlich konkret wurde ein Weg bachbegleitend von Gechingen auf der anderen Seite der Kreisstraße im Tal und dann über Wald- und Wiesenwege. Aber Wasserwirtschaftsamt, Naturschutz und Forst sprachen sich dagegen aus. Der Naturschutz sah einen dort vorhandenen Schilfgürtel gefährdet.

SZ/BZ-Mitarbeiter Heinz Richter berichtet schon lange auch aus Gechingen und Deufringen.