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Bernd Heiden und Hansjörg Jung · 24.06.2018

Ein klarer Sieg für die große Party

Sindelfingen: Das 42. Internationale Straßenfest spielt den Doppelpass mit König Fußball / Große Après-Spiel-Party an der Martinskirche / Gute Stimmung bei kühlen Temperaturen

Die „Escola de Samba“ zündete schon freitags ihr Sambafeuer an der Martinskirche (Bild: Heiden).

Weil Public Viewing während der Fete verboten ist, hatte das WM-Fußballspiel Deutschland – Ghana in Brasilien samstagabends 2014 Gassen und Plätze der Innenstadt leer gefegt. Nach dem Anpfiff war das Straßenfest damals gelaufen. Mit dem Spiel Deutschland – Schweden bei der WM in Russland drohte nun erneut ein Fest-Feger. Diesmal hatte sich das Organisationsteam um Reiner Schill einen besonderen Abwehrzauber gegen das Fußball-Gespenst überlegt.

Vor allem auf verlängerte Öffnungszeiten am Samstag setzte der Straßenfestverein, der die Fete seit 25 Jahren ehrenamtlich organisiert. Statt wie die Vorjahre nur bis 23.30 Uhr dürfen die Bands auf den Bühnen bis 1 Uhr morgens spielen, der Verkauf geht noch 30 Minuten länger. Das Kalkül: Wenn die Besucher wie zu erwarten um 20 Uhr verschwinden, dann sollen sie mit der Festverlängerung wenigstens wieder zur Après-Fußball-Party in die Innenstadt kommen.

Treuen Straßenfestbesuchern fällt eine Konsequenz der Party-Taktik schon freitags am Eröffnungsabend auf. Am Stand der griechischen Gemeinde auf dem Planie-Dreieck läuft am Freitagabend dabei alles wie bekannt. Wer hier kurz nach Festeröffnung Gyros- oder Souvlaki-Pita will, der braucht schon jetzt Stehvermögen. Eine Stunde in der Schlange anstellen heißt es hier. „Der Pita-Teig ist nach Omas Rezept“, verrät Eleftherios Tolmidis, der stellvertretende Vorsitzende der griechischen Gemeinde.

„Oh Brasilia“, schmettert währenddessen Samuel de Assis auf der Bühne vor der Martinskirche, wo die „Escola de Samba“ den Besuchern einheizt. Die Samba-Truppe, die seit Jahrzehnten immer samstags auf dem Straßenfest ihren Auftritt hat, hat sich keinesfalls im Termin geirrt. Ihr Sambafeuer schon freitags ist Teil der Fußball-Festtaktik. Denn erstmals ist die Zeltpartyband „Steinsberger Musikanten“ fürs Straßenfest verpflichtet. Die Stimmungstruppe um Sängerin Svenja Munz rockte am Samstag an der Martinskirche die Fußball-Party.

(Der vollständige Artikel steht am Montag in der SZ/BZ.)