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Von unserem Redakteur Steffen Müller · 07.09.2007

Ein Bauwerk für Generationen

Sportpolitik: Die Sportwelt des VfL Sindelfingen nimmt Formen an / Dem Zeitplan voraus

Die neue Sportwelt des VfL Sindelfingen wächst und zwar schneller als geplant. Etwa vier Wochen sind die Arbeiter auf der Großbaustelle im Unterrieden voraus. Doch damit nicht genug der guten Nachrichten. Das Projekt wird wohl auch etwas günstiger als zunächst geplant.

 

"Wenn heute das Dach auf dem Fitness-Studio-Bereich gemacht wird, sind zirka zwei Drittel des Rohbaus fertig", sagt VfL-Sportmanager Harry Kibele.

 

Wenn die neue Sportwelt den derzeitigen Sportpark in der Innenstadt ablöst, steht Sportlern und Verwaltung etwa doppelt so viel Fläche zur Verfügung als im Moment - nämlich zirka 2780 Quadratmeter. Allein das eigentliche Fitnessstudio hat 400 Quadratmeter Fläche. Dazu kommen diverse Gymnastik-Räume, eine Physio-Therapie-Praxis und die AOK-Rückenschule. Damit ist auch genug Platz für die Nutzung der Räume durch die DaimlerChrysler AG, die wohl ab Oktober wieder Daimler AG heißen wird.

 

"Wir bauen dieses Gebäude für die Zukunft des Vereins", sagt Harry Kibele, "das Konzept ist so angelegt, dass mehrere Generationen profitieren können." Das sehen auch Sabine Beyer und Horst Thome, ihres Zeichens Vorstandsmitglieder im VfL und Sindelfinger Stadträte.

 

Viel Glas und ein Blockheizkraftwerk

 

"Wir legen größten Wert auf einen nachhaltigen Bau. Das Gebäude soll nicht nur für eine Generation angelegt sein", sagt Sabine Beyer. Horst Thome sieht in der neuen Sportwelt den Schlüssel für ein echtes Sindelfinger Sportzentrum: "Es wäre optimal die Aktivitäten hier zu bündeln. Das ermöglicht einen regen Austausch innerhalb des Vereins, über die verschiedenen Sportarten hinweg. Mit dem geplanten neuen Stadion wird das hier eine moderne und zukunftsfähige Sportlandschaft."

 

Modern sollen auch die Räume werden - mit viel Glas, einer modernen Belüftungs- und Heizungsanlage sowie einem energiesparenden Blockheizkraftwerk: "Das war zunächst nicht geplant", sagt Horst Thome, "als wir aber gesehen haben, dass der Bau insgesamt etwas günstiger wird als erwartet, haben wir uns dafür entscheiden." Harry Kibele steht hinter der Entscheidung: "Das ist sowohl ökologisch, als auch perspektivisch die richtige Entscheidung. Durch das Kraftwerk haben wir auch die Möglichkeit in die Solarthermie einzusteigen, sobald diese noch attraktiver wird."

 

Bisher lief beim Bau, an dem zahlreiche Sindelfinger Firmen beteiligt sind, alles wie geschmiert.

 

Der Rohbau wird im Oktober fertig: "Bis jetzt gab es keinerlei Schwierigkeiten. Es hat alles gepasst", sagt Bauleiter Albrecht Klein, der zwischen 15 und 25 Arbeiter auf der Baustelle im Einsatz hat.

 

Sollte es so gut weiter gehen, können bis zum Winter bereits alle Türen und Fenster eingebaut werden: "Das spart nochmal Kosten, wenn die Handwerker auf einer sauberen und trockenen Baustelle arbeiten können", sagt Horst Thome.

 

Die Eröffnung der Sportwelt ist für Ende April 2008 geplant: "Natürlich nur, wenn es so gut weiter läuft. Die Gesamtkosten für das Projekt werden die geplanten 3,6 Millionen Euro wohl unterschreiten.