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08.09.2018

Diskussion ja,Hass nein

zu: „Im Bundestag nichts verloren“ (SZ/BZ vom 29. August) und „Haltung gegen Hass“ (SZ/BZ vom 1. September)

Üblicherweise schreibe ich selten Leserbriefe. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ich mich als ein Vertreter der zu oft schweigenden Mehrheit zu Wort melde. 100 Prozent Zustimmung zu den Ausführungen von Tim Schweiker im Standpunkt und zum Kommentar von Jürgen Haar.

Wie sie, sehe ich auch das Grundgesetz und die Menschenwürde, als Grundlage Ihrer Arbeit, vor allem aber als Grundlage unserer Gesellschaft, als nicht verhandelbar. Es ist für mich beschämend genug, dass eine Partei, die immer unverhohlener ihre rechtsradikale Ausrichtung ausdrückt, in Landtagen und im Bundestag mit zweistelligen Werten vertreten ist. Aufgrund ihrer Thesen und Aussagen wird diese Partei von mir auch als NS-AfD bezeichnet.

Erschreckend ist dabei, dass die Zustimmung scheinbar noch wächst, und ich mich frage, ob es tatsächlich so viele, vorgeblich unzufriedene Bürger gibt, die die Hass-Parolen und die oft einfach unwahren, also gelogenen Behauptungen nicht hinterfragen und für bare Münze nehmen.

Gerade deshalb möchte ich meine Unterstützung für Ihre Arbeit und damit für eine freie unabhängige Presse zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, dass Sie nicht nur Hass-Nachrichten erhalten, sondern auch Zustimmung, wie von mir. Es ist Zeit, dass wir, nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch im täglichen Leben, den Demagogen entgegentreten und deutlich machen, dass die Mehrheit unserer Bevölkerung unser Grundgesetz und damit die freiheitlich demokratische Grundordnung achtet, lebt und verteidigen wird.

Kontroverse Diskussion ja, Hass, Aufrufe zur Gewalt und schüren von Aggression nein. In diesem Sinn, freue ich mich, wenn Sie und Ihre Kollegen in diese Richtung weitermachen.

Kurt Schrade, Darmsheim