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Von unserem Mitarbeiter 
Thomas Holzapfel · 17.01.2020

Die verkauften Heimspiele

Die Böblinger Tischtennis Frauen spielen manchmal auch zuhause auswärts

Rosalia Stähr und Qianhong Gotsch: Es läuft wieder bei den Tischtennis-Bundesliga-Frauen der SV Böblingen. Bild: Holzapfel

Bei den Böblinger Bundesligafrauen blickt man wieder voller Optimismus in die Zukunft. Das sportliche Tief mit zwei Spielzeiten ohne einen einzigen Sieg ist überwunden, der Weg zeigt streng Richtung Klassenerhalt. Seit 1991 ist – mit kurzer Unterbrechung – Qianhong Gotsch mit dabei. Die Tischtennis-Ikone hat Anfang dieser Woche für eine weitere Saison im Trikot der SVB zugesagt. Mit der Verlegung von Heimspielen an andere Spielorte machte der Verein auch Werbung in eigener Sache.

 


Sollte es mit dem Ligaerhalt klappen, ist auf jeden Fall Qianhong Gotsch weiter mit dabei. Die 51-jährige Gärtringerin lud unter der Woche Manager Frank Tartsch zu sich nach Hause ein. Wie schon beinahe Tradition, wurde bei einem Glas grünem Tee und einem vertrauensvollen Handschlag die Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr festgemacht. „Hongi und ich haben immer scherzhaft gesagt, dass wir einmal zusammen aufhören werden“, plaudert Frank Tartsch aus dem Nähkästchen, „aber das ist Zukunftsmusik. Gerade macht es richtig Spaß, mit diesem Team die Bundesligaorte in der Republik zu bereisen.“ Dennoch fügt Tartsch hinzu: „Bei den aktuellen Gegebenheiten könnte ich mir allerdings durchaus vorstellen, dass es auch nach Hongi und mir in der Bundesliga weitergehen könnte.“



Für Gesprächsstoff sorgte das SVB-Bundesligateam zuletzt auch mit dem Verlegen zweier Heimspiele an fremde Standorte. So fanden gleich zwei Partien in Mönsheim und Calmbach statt, was zur Folge hatte, dass die Fans in Böblingen in der Vorrunde nur einmal ihr Team im heimischen Tischtenniszentrum bestaunen konnten. „Das Ganze ist eine Win-Win-Situation“, sagt Frank Tartsch, „beide Vereine sind Anfang 2019 mit dem Wunsch an uns herangekommen, auf Grund ihrer Jubiläen mal ein Bundesligaspiel auszurichten. Und wir standen dem Ganzen sehr offen gegenüber. Dass es dann gleich bei beiden klappte, war im Grunde so nicht geplant, aber wir wollten natürlich unsere Zusagen einhalten.“


Laut Frank Tartsch sind diese „verkauften“ Heimspiele für beide Seiten von finanziellem Vorteil. Zudem konnte vor Ort mit dem Auftritt der Bundesligadamen Werbung in eigener Sache betrieben werden. „Wir hoffen, dass der eine oder andere Zuschauer zukünftig auch den Weg in unsere Halle findet“, sagt Tartsch, der zugleich ergänzt, dass die SVB durch diese besonderen Heimspiele mit hoher Zuschauerakzeptanz auch in der Bundesliga-Zuschauertabelle zusammen mit dem TSV Langstadt eine führende Position einnimmt. Aktuell unterstützen durchschnittlich zweihundert Fans die SVB bei ihren Heimpartien.


Der komplette Artikel steht auf www.szbz.de und in der Samstagausgabe der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung