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Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert · 02.04.2015

Die Sieger werden mitten im Ort gekürt

Das Sportgespräch: Bei „Rund um Schönaich“ wird das Ziel verlegt / „Da gewinnt einer, der gut den Berg hoch kommt, und der gut sprinten kann“

Am Ostermontag wird der schwäbische Klassiker für Radamateure – das Straßenrennen „Rund um Schön-aich“ – zum 41. Mal ausgetragen. Das Rennen musste schon mal wegen eines Schneesturms verkürzt werden, war aber auch schon eine sonnige Fahrt in den Frühling. Unabhängig vom Wetter sorgt diesmal der Veranstalter RSC Schönaich für eine Veränderung.

Die SZ/BZ sprach darüber mit dem Vereinsvorsitzenden Timo Dreher.

Sie haben Start und Ziel vom Wolfenberg in die Schönaicher Ortsmitte verlegt. Weshalb?

Timo Dreher: „Aus unterschiedlichen Gründen. Die Verhältnisse am Ortseingang sind sehr beengt. Die Parkplätze für Rennfahrer und Betreuer sind weit weg und wir hatten Probleme mit Anwohnern aus dem Wohngebiet.“

Start und Ziel in der Ortsmitte gab es vor Jahrzehnten schon einmal. Damals machte die Kirche Schwierigkeiten.

Timo Dreher: „Die gibt es diesmal nicht. Auch unser Bürgermeister Tobias Heizmann steht voll hinter der Veranstaltung und findet es gut, dass die Sieger nun mitten im Ort gekürt werden.“

Welche Auswirkung hat denn das Verlegen des Zieles auf das Rennen selbst?

Timo Dreher (Bild: z): „Das Rennen wird so schwer wie immer, denn der Wolfenberg ist ja immer noch da. Ich gehe davon aus, dass an der steilen Rampe vor dem Ort noch immer die Vorentscheidung fallen wird. Das heißt, es werden wohl nicht mehr als 15 Mann zusammen vorne ankommen. Allerdings muss nun nicht unbedingt ein reiner Bergfahrer gewinnen. Es ist ja noch etwa einen Kilometer weit bis zum Ziel. Da gewinnt vermutlich einer, der gut den Berg hoch kommt und der gut sprinten kann.“

Wer sind denn im Hauptrennen, bei der Männer-Elite A/B, die Favoriten?

Timo Dreher: „Vorjahressieger Stefan Gaebler gehört auf jeden Fall dazu. Von Baier Landshut kann fast jeder gewinnen, aber am ehesten traue ich das bei uns Hennes Baumgarten zu. Mit dem Team Stuttgart, Heizomat aus Bayern, Kempten und den Halbprofis aus Vorarlberg haben weitere starke Mannschaften gemeldet, die das Rennen sicherlich kontrollieren und zu ihren Gunsten entscheiden können. Leider ist unser Mario Vogt nicht dabei. Er wurde vom Bundestrainer für eine Rundfahrt in Frankreich abgezogen.“

Und bei den Frauen?

Timo Dreher: „Hanka Kupfernagel hat gemeldet. Sie hat sich mit dem Mountainbikerennen Cape Epic in Südafrika vermutlich auch ganz gut vorbereitet. Vielleicht wird sie die Gegenspielerin zu Sarah Rijkes vom Lotto-Team. Die Österreicherin hat schon ein Weltcuprennen in den Beinen.“

Welche Chancen haben die Rennfahrer aus dem Kreis Böblingen?

Timo Dreher: „Fabio Nappa könnte vielleicht vorne mit ankommen. Der Öschelbronner fährt für den VC Ratisbona Regensburg. Jonas Hablitzel vom RV Pfeil Magstadt ist allein auf sich gestellt. Da wirds schwierig. Was die Mountainbiker von Centurion, wie Jochen Käß, Markus Kaufmann oder Matthias Pfrommer, zeigen können oder wollen, kann ich nicht sagen. Wir selbst hoffen in der C-Klasse auf Simon Laib aus Elisabeth Brandaus Mountainbike-Team.“

Info:

Um 9 Uhr wird am Ostermontag in der Schönaicher Ortsmitte (Wettgasse) das erste Rennen, das der C-Klasse, gestartet. Die Spitze der 150 bis 200 Fahrer dürfte kurz vor 11 Uhr im Ziel sein (63 km). Das Elite-Rennen der A/B-Klasse beginnt um 12 Uhr (16 Runden, 144 Kilometer, 180 Fahrer, Zielankunft etwa 15.30 Uhr). Frauen und Juniorinnen treten gemeinsam um 14 Uhr an.

Radsportfans kommen am Ostermontag in Schönaich voll auf ihre Kosten. Bild: Photo 5/A