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 Edip Zvizdic · 09.08.2020

Die Lindner-Elf wehrt sich tapfer

Fußball – WFV-Pokal: TV Darmsheim – SSV Reutlingen 1:5 (0:1) / Starke Leistung gegen den großen Favoriten

Darmsheims Simon Lindner war im Pokalduell gegen den SSV Reutlingen einer der Aktivposten und erzielte auch den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Bild: Zvizdiç

Tapfer gewehrt hat sich der TV Darmsheim im Pokalduell gegen den SSV Reutlingen, konnte dem Oberligisten auf eigenem Platz aber nur knapp eine Stunde lang die Stirn bieten. Am Ende siegte das Team vom ehemaligen Sindelfinger Trainer Maik Schütt standesgemäß und auch in der Höhe verdient mit 5:1. Darmsheims Coach Marcel Lindner war vom Auftritt seiner Elf dennoch angetan.

„Ich bin sehr zufrieden, darauf können wir aufbauen“, sagte Marcel Lindner kurz nach dem Schlusspfiff der kurzweiligen 
Erstundenpartie im WFV-Pokal. Und der Trainer des TV Darmsheim hatte auch allen Grund dazu, mit der Sonne um die Wette zu strahlen, denn seine Mannschaft hatte dem SSV Reutlingen vor allem in der ersten Halbzeit mit laufintensivem Spiel zugesetzt. Zwar war der Oberligist vom Start weg das bessere Team, allerdings fand die Mannschaft von Maik Schütt gegen die aufmerksame Defensive des TVD kein Durchkommen. „Uns hat es an der nötigen Präzision gefehlt“, wusste der ehemalige Trainer des VfL Sindelfingen, wo der Schuh drückte.

 

Nichtsdestotrotz ließen die Reutlinger den Ball ansehnlich durch die eigenen Reihen laufen, hatten in der achten Minute aber auch Glück, dass ein Vorstoß von Erdinc Yüksel nicht im Tor landete. Vom Strafraumeck zirkelte der Darmsheimer nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Ähnlich viel Glück hatten aber auch die Hausherren in der 21. Minute, als Willi Till Sauerborn eine Hereingabe des agilen Ex-Sindelfingers Armin Zukic nur an die Latte knallte. Weitere Chancen von Ilias Soultani (29.) sowie von Marvin Jäger (31.) fanden ebenfalls nicht den Weg ins Tor.

 

 

Aufopferungsvoller Kampf

 

 

Reutlingen drängte unaufhaltsam gegen aufopferungsvoll dagegen haltende Darmsheimer und ging nach 34 Minuten auch folgerichtig und verdient in Führung. Zunächst konnte der TVD mit vereinten Kräften und dank des Pfostens im Anschluss an einen Eckball klären. Das Spielgerät gelangte zu SSV-Kapitän Pierre Eiberger, der den Ball vom Strafraumeck sehenswert in den Winkel zirkelte – 0:1. Der Rückstand schien den TVD aber nicht weiter zu verunsichern, im Gegenteil. In der 40. Minute fand der starke Aushilfsinnenverteidiger Tim Schneider mit einem langen Ball Simon Lindner. Der Ex-Bissinger, im vergangenen Jahr noch Ligakonkurrent der Reutlinger, wand sich um Gegenspieler Marvin Jäger und zwang Marko Gaspar im SSV-Tor zu einer Glanzparade.

 

 

Mit Applaus wurden die Gastgeber vom eigenen Anhang in die Pause verabschiedet – und genauso auch wieder vor dem Wiederanpfiff empfangen. Das verlieh den Darmsheimern Flügel, die in der 51. Minute ausgleichen konnten. Zwei Minuten zuvor noch an Marko Gaspar gescheitert, drückte Simon Lindner dieses Mal eine Hereingabe von Dennis Roth gegen die Laufrichtung des Reutlinger Schlussmanns zum umjubelten 1:1 in die Maschen. „Das war zu dem Zeitpunkt nicht mal unverdient“, kommentierte Marcel Lindner den Ausgleichstreffer seines jüngsten Bruders.

 

 

Die Freude im Darmsheimer Lager dauerte aber nur ganz kurz an, denn praktisch im Gegenzug erzielten die Gäste das 2:1. Armin Zukic profitierte von einer Unordnung in der TVD-Defensive, die Jonas Preuß zur erneuten Führung nutzen konnte. Die Hausherren ließen sich aber auch davon nicht ins Bockshorn jagen, spielten weiter mutig nach vorne und hatten durch Dennis Roth in der 56. Minute erneut den Ausgleich auf dem Fuß. Im letzten Moment wurde der TVD-Stürmer aber noch geblockt.

 

 

Für den SSV das Signal, noch eine Schippe draufzulegen – und binnen zehn Minuten war die Partie entschieden. Ilias Soultani erhöhte in der 60. Minute auf 3:1 aus Sicht der Gäste, die in der 64. Minute dann einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Aus dem Strafraum herauslaufend lag der ehemalige Böblinger Tim Schwaiger nach Zweikampf mit Simon Lindner plötzlich am Boden. Nach dem Austausch einiger lautstarker Beleidigungen zwischen den beiden Akteuren, die Schiedsrichter Manuel Mahler (FSV 08 Bissingen) erstaunlicherweise ungeahndet ließ, verwandelte Enis Küley den Strafstoß sicher zum 4:1. Als Jonas Preuss zwei Minuten später mit seinem zweiten Treffer das 5:1 nachlegte, schwante Marcel Lindner Böses. „Für einen kurzen Moment dachte ich, dass das noch ein Debakel geben könnte“, schilderte der TVD-Coach seine Befürchtungen.

 

 

Diese waren aber unbegründet. Zum Einen weil die Reutlinger nicht mehr mit höchstem Tempo weiterspielten. Aber auch wegen Alex Dieterle, der sich im Darmsheimer Tor noch einige Male klasse auszeichnen konnte. So blieb es beim 5:1 der Reutlinger, den Maik Schütt zufrieden als „nichts Besonderes“ einstufte. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir als Verlierer vom Platz gehen könnten, auch nicht nach dem Ausgleich.“ Gut gelaunt war auch, Marcel Lindner – mit einer Ausnahme: „Maximilian Mink musste bereits nach sieben Minuten verletzt raus. Das wäre sehr bitter, wenn er jetzt länger ausfallen würde.“

 

 

 

 

 

TV Darmsheim: Dieterle, Deichsel, Schroth, Schneider, Opardija (80. Minute Asubonteng), Raith (83. Minute Lang), Zweigle, Simon Lindner, Yüksel (60. Minute Barbosa), Roth, Mink (7. Minute Wurmbrand)