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Von unserer Mitarbeiterin Annette Nüßle · 08.02.2016

Die kleinste schwäbische Maßeinheit ist das Muggaseggele

Weil der Stadt: Heitere und ernste Themen beim traditionsreichsten Fasnetsumzug im Kreis Böblingen

Der Höhepunkt der Weil der Städter Fasnet ist und bleibt der Umzug am Sonntag vor Rosenmontag und so standen gestern schon recht frühzeitig die ersten Zuschauer an der Umzugsstrecke. Aus den Lautsprechern erklang Partymusik und die Gastronomie am Wegesrand hatte für alle Narren geöffnet. So manch einer stärkte sich aber auch an den Hexenwagen, welche vorab schon unterwegs waren, der große Renner dabei war die Zimt-Sahne.

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Pünktlich um 14 Uhr erklang das erste Mal die Schelle von Büttel Daniel Giovannelli, welcher dieses Jahr das erste Mal den Umzug anführte. Gefolgt vom 1963 gegründeten Fanfarenzug Weil der Stadt ging es mit lautem „AHA“ in Richtung Markplatz.

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Ebenfalls neu im Amt ist Herold Stefan Frank, welcher das Zunftwappen der Narrenzunft Aha trug und gemeinsam mit Zunftmeister Daniel Kadasch und dem Vorsitzenden Michael Borger direkt danach folgte.

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Die Stimmung am Rande der Umzugsstrecke ist gut und das obwohl wieder unzählige vornehmlich jüngere Besucherinnen ihre Schnürsenkel verloren und dafür mit viel Konfetti im Haar später den Heimweg antreten konnten. Für die jüngsten Besucher hingegen wird schon mal die Maske gelüftet, gibt es ein freundliches Lächeln und Bonbons direkt auf die Hand.

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Neben der Stadtkapelle Weil der Stadt sorgen insgesamt 16 weitere Musikgruppen für die nötige Stimmung und so wippt manch Besucher am Rand zu aktuellen Fasnetshits ebenso wie zu Schlagersongs.

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Schusslig, gelb und klein, das kann nur ein Minion sein. Unter diesem Motto hatten sich elf Freunde einen Themenwagen der Extraklasse gebaut. Sie gehören keiner Narrenzunft an und beteiligen sich nur „just for fun“ am Umzug. Während sie letztes Jahr mit dem Thema Weltmeister am Start waren, haben sie dieses Jahr zwei Monate am Aufbau des Traktors gebaut und vor allem Kinderaugen leuchteten als Minionkekse und natürlich Bananen verteilt wurden.

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Immer nah an aktuellen Themen, das ist das Markenzeichen der Themenwagen der Narrenzunft, und so wird unter anderem auch der Abgasskandal mit viel Rauch thematisiert.

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Der kleinsten schwäbischen Einheit, dem Muggaseggele, war einer der zahlreichen Themenwagen gewidmet, denn „wie jeder Topf a Deckele, hat jede Mugg a Seggele.“ So hat Udo Balch, Wagenbauer der Weiler Narrenzunft AHA, einen der 22 Wagen der diesjährigen Fasnetskampagne gefertigt. Neben dem Wagen sind zwölf Erwachsene und drei Kinder als Mugg mit schwarzer Kleidung, Strumpfmaske und grünen Teesiebaugen unterwegs, um als Duden einen Beitrag für die Maßeinheit Muggaseggele in schwäbischen Schulen zu leisten.

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Imposant ziehen die Bremer Stadtmusikanten durch Weil der Stadt und erinnern genauso wie der Themenwagen Indien an Geschichten aus vergangenen Tagen.

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Wie es sich nach guter alter Tradition gehört, so bildete auch dieses Jahr die Kehrmaschine das Ende der langen Narrenschlange und sorgte schon mal für die erste Sauberkeit auf den Straßen.

Tausende säumten in Weil der Stadt die Straßen, um sich den Fasnetsumzug anzusehen. Hier der Wagen, mit dem die kleinste schwäbische Maßeinheit schulfähig gemacht werden soll. Bilder: Nüßle

Die Tribüne für die Ehrengäste wird gut bewacht. Auf dem Bild unter anderen Weil der Stadts Bürgermeister Thilo Schreiber mit Frau und Landrat Roland Bernhard.

Da vermischen sich Fasnet und Fasching: Das Publikum beim Weil der Städter Fasnetsumzug, dem Umzug mit der längsten Tradition im Kreis Böblingen.