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Von unserem Redakteur 
Karlheinz Reichert · 08.11.2019

Die Freiheit ist über zwei Meter breit

Sindelfingen: SZ/BZ-Stammtisch zum Landeswaldgesetz, das Radfahrern eine sportliche Betätigung auf schmalen Wegen verbietet

Im wichtigsten Punkt war sich die Stammtischrunde der SZ/BZ einig: Die Zwei-Meter-Regel, nach der Mountainbiker auf Waldwegen, die weniger als zwei Meter breit sind, nicht fahren dürfen, sei unsinnig und gehöre abgeschafft. Der Weg dahin scheint aber einem schmalen, wurzeligen Pfad durch einen dunklen Tann zu gleichen.

Als Aktiver bevorzugte Bahn-Olympiasieger Hans Lutz besonders glatte Pisten. Als er an den Rand des Schönbuchs – nach Altdorf – zog, wusste er nach eigenem Bekunden nichts von der Zwei-Meter-Regel. In seiner Zeit als Präsident des Württembergischen Radsportverbandes zog er dagegen zu Felde, unterstützt vom badischen Verband, anderen Organisationen und 57 000 Gleichgesinnten, die eine Petition an den baden-württembergischen Landtag zur Änderung des Waldgesetzes unterschrieben hatten.


Eine Rede für die Katz'


Die fünf Minuten Redezeit, die man Lutz im hohen Haus der Landespolitik einräumte, waren für die Katz'. Geändert wurde nichts. Und die ganze Menge runder Tische hätte sich letztendlich nur als langer Arm der Politik erwiesen, an dem der Radsport verhungere.


Hendrik Ockenga, stellvertretender Gruppenleiter in der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat die Abfuhr, die sich die Mountainbiker bei der Politik geholt haben, miterlebt, hofft aber immer noch, dass die Politiker das Landesgesetz anpacken. Zumal dort manches unklar formuliert sei: „Es ist nicht definiert, wie die zwei Meter gemessen werden müssen.“


Die Versicherungen haben da für sich eine einfache Lösung gefunden. Sie setzen voraus, dass ein Radtraining auf für Radfahrer zugelassenen Wegen stattfindet. Der Sindelfinger Eberhard Klingert hat sich deshalb als Jugendtrainer der VfL-Triathleten verabschiedet.


Die Deutsche Mountainbikemeisterin Lisa Brandau, die sich in Schönaich um den durchs Gelände radelnden Nachwuchs kümmert, bewegt sich dagegen auf glitschigem Kurs: „Ich sage den Eltern, dass ihre Kinder auf eigenes Risiko mitfahren.“


Den kompletten Artikel lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der SZ/BZ.


Von der SZ/BZ-Redaktion saßen mit am Stammtisch und beteiligten sich an der Diskussion: Dirk Hamann, Steffen Müller und Karlheinz Reichert.