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Von unserem Redakteur 
Karlheinz Reichert · 25.08.2019

Der zähe Kampf gegen Mikroplastik

Sindelfingen: Der BUND-Kreisverband und die Greenpeace-Ortsgruppe Böblingen-Sindelfingen haben jede Menge Vorschläge wie Verbraucher die Kunststoffteilchen vermeiden können

  • Kostnix-Häusle Sindelfingen BUND

Feinstaub, das ist wissenschaftlich belegt, kommt in der Natur auch ohne Autos und Heizungen vor. Ein anderes Problem hat allein der Mensch zu verantworten: Die Verschmutzung der Erde durch Mikroplastik. Beim Tag der offenen Tür im Sindelfinger BUND-Umweltzentrum packten der BUND-Kreisverband Böblingen und die Greenpeace-Ortsgruppe Böblingen-Sindelfingen das Thema an.

Die Umweltschützer beider Organisationen agierten dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern zeigten insbesondere für den Endverbrauchern Möglichkeiten auf, wie sich die Miniplastikteilchen vermeiden lassen.


Wolfgang Buchmann von Greenpeace stellte Bienenwachstücher her, als Ersatz für Frischhaltefolien – ob aus Kunststoff oder Aluminium. Die Erläuterungen dazu lieferte Laura Löhnert: „Alles, was man dazu braucht, sind Tücher aus Biobaumwolle, Bienenwachs und Jojobaöl sowie Bachpapier und ein Bügeleisen, um Bienenwachs und Öl in die Tücher einzubügeln.“ Die Tücher lassen sich mit Wasser abspülen und wiederverwenden.


Zahnpasta mit Kügelchen meiden


Viele Zahnpastasorten enthalten Kunststoffkügelchen, mit denen die Zähne weißgeschmirgelt werden. Mit Toothytabs aus der Dose spare man sich nicht nur die Kügelchen, die nachher über die Kanalisation den Weg ins Meer finden, sondern auch die Kunststofftube.


Statt Waschpulver zu kaufen, empfiehlt Laura Löhnert, Waschmittel aus Wasser, Waschsoda, Kernseife und ein paar Tropfen ätherischem Öl selbst herzustellen. Das sei dann nicht nur plastikfrei, sondern auch billiger als das Fertigpulver.


Zum Einkaufen empfehlen Greenpeace und der BUND Netze für Obst und Gemüse, Metall- oder Plastikboxen für offenen Käse, Fleisch oder Wurst, Brotbeutel aus Leinen und ein Säckchen für Reis oder Hülsenfrüchte.


Auf Kunststoffeinbände verzichten


Doch nicht nur bei der Vermeidung von Mikroplastik ist die Nachhaltigkeit für Greenpeace und den BUND ein Thema. So wirbt Greenpeace dafür, im demnächst beginnenden neuen Schuljahr, Bücher und Hefte nicht in einen Plastikumschlag zu stecken, sondern sie mit alten Kalenderblättern einzubinden.


Kostnix-Häusle wird missbraucht


Zur Nachhaltigkeit gehört beim BUND auch das Kostnix-Häusle am Eingang zum Umweltzentrum. „Gute Sachen gehen wirklich gut“, sagt Ursula Wenzel, „leider ist es so, dass das Häusle auch als Müllentsorgungsstelle missbraucht wird.“ Der komplette Artikel steht in der Montag-Ausgabe der SZ/BZ.