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Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Bilaniuk · 04.08.2017

Der VfB Stuttgart ist das Vorbild

Sindelfingen: Mit Unterstützung aus Berlin ist die FDP in den Bundestagswahlkampf gestartet

Die heiße Phase vor der Bundestagswahl hat begonnen – in gut sechs Wochen geht es für die Deutschen an die Wahlurne. Gemeinsam mit der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Katja Suding hat der Böblinger Bundestagskandidat Dr. Florian Toncar die entscheidende Phase seines Wahlkampfs eingeläutet.

Was haben die FDP und der VfB Stuttgart gemeinsam? Wenn es nach dem Böblinger Bundestagskandidaten Dr. Florian Toncar geht, jede Menge: „Der VfB Stuttgart hat schlecht gespielt und ist folgerichtig aus der 1. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Jetzt ist der VfB wieder aufgestiegen und blickt einer besseren Zukunft entgegen. Uns bei der FDP geht es ähnlich. Weil wir zu viele Fehler gemacht haben, sind wir bei der letzten Wahl 2013 aus dem Bundestag geflogen. Jetzt sind wir wieder im Kommen und möchten in der neuen Bundesregierung eine gute Rolle spielen“, sagte der in Hamburg geborene und in Weil im Schönbuch aufgewachsene FDP-Politiker bei seinem Wahlkampfauftakt im Odeon der Sindelfinger Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT).

Zur Verstärkung hatte Florian Toncar die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Katja Suding dabei. Vor den rund 70 Zuhörern ging der 37-Jährige primär auf das aktuelle Thema Diesel ein. „Wenn eine deutsche Schlüsselindustrie wie die Automobil-Branche sich in einer Phase grundlegender Veränderungen befindet, ist natürlich auch die Politik gefordert hier bestmögliche Lösungen zu suchen. Es ist wichtig, dass sowohl die Politik als auch das Management der großen Autokonzerne ihrer Verantwortung gerecht werden und dafür sorgen, dass die Autoindustrie, die gerade im Kreis Böblingen einen riesigen Standort hat, weiterhin viele Arbeitsplätze garantiert“, sagte Florian Toncar.

Den Vorschlag der Grünen, die Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030 zu verbieten, hält der promovierte Jurist für falsch. „Wir können heute doch noch nicht sagen, wo wir 2030 in Sachen alternativer Elektromobilität stehen. Fakt ist allerdings, dass der im September neu gewählte Bundestag auf dem Feld der alternativen Antriebe wichtige Entscheidungen treffen muss“, sagte Florian Toncar.

Zudem forderte Toncar die Verbesserung von innerstädtischen Verkehrsleitsystemen. „Wenn man nur manche Ampeln im Stadtgebiet ein wenig anders schaltet, könnte man einen viel besseren Verkehrsfluss erreichen“. Zudem sprach sich Toncar für ein Mehr an bezahlbarem Wohnraum im Kreis Böblingen sowie einen Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer aus.

Für die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Katja Suding sollte in den nächsten Jahren das politische Hauptaugenmerk auch auf der Bildungspolitik liegen. „Wir müssen dringend bundesweit in Schulen und Hochschulen investieren. Denn dort lernt und studiert unsere Zukunft“, so die 41-Jährige, die auch das Amt der Vorsitzenden der FDP-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft inne hat. Zudem müsse man laut Katja Suding dafür Sorge tragen, dass ausländische Bürger frühzeitig die deutsche Sprache lernen. „Sonst verlieren diese Leute viel zu schnell den Anschluss.“

In der Flüchtlingsfrage sprachen sich Katja Suding und ihr Böblinger Parteikollege Florian Toncar für eine deutlichere Linie aus. „Hier brauchen wir ein neues Einwanderungsgesetz. Unter anderem müssen Bürgerkriegsflüchtlinge nach dem Kriegsende in ihrer Heimat wieder dorthin zurückkehren. Auf diesem Gebiet hat die Große Koalition in den letzten Jahren wenig erreicht“, so Katja Suding.

Dazu, mit wem man nach der Wahl im Idealfall am liebsten eine Regierung bilden würde, ließ sich Katja Suding nichts entlocken. „Wir wollen gestalten, aber nicht um jeden Preis. Wenn wir in einer möglichen Regierungsbeteiligung unsere politischen Vorstellungen kaum umsetzen könnten, gegen wir lieber in die Opposition“.

FDP-Wahlkampfauftakt: Gemeinderat Andreas Knapp, Bundestagskandidat Dr. Florian Toncar und die stellvertretende Bundesvorsitzende Katja Suding (von links). Bild: Bilaniuk