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22.09.2019

Der Schönaicher Herbst leuchtet

Schönaich: Zufriedene Händler und Besucher beim Feuerabend und beim verkaufsoffenen Sonntag

  • Feuerschlucker Carismo beim Schonaicher Feuerabend. Bilder: Nüßle

  • Erstmals gab es beim Schönaicher Herbst einen Flohmarkt.

Flackender Lichterschein aus großen Feuerkörben, Livemusik auf den Straßen und gute Laune wohin man schaut. Der Schönaicher Herbst war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Während zum Feuerabend am Freitag eher kleine Grüppchen und Paare unterwegs waren, stand der verkaufsoffene Sonntag ganz im Zeichen der Familien.


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Feuerschlucker Carismo sorgt für leuchtende Augen vor dem Augenoptiker Angstenberger, während beim Modegeschäft Luccia Lucia Rebmann strahlt. „So eine tolle Stimmung und so viel Interesse, es ist einfach prima“, sagt sie und berät weiter. Großes Gelächter bei Sport Binder als Gerd Linke erzählt, dass er letztes Jahr in Frankreich aufgrund seines Skiaufklebers als Schönaicher erkannt wurde. Rechtzeitig sich für die kommende Saison eindecken, das ist für viele Besucher Grund genug für einen abendlichen Besuch.


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Passend zum Feuerabend tanzten kleine Irrlichter durch die Straßen Schönaichs. „Die leuchtenden Luftballons sind bei uns schon Tradition“, sagte Sascha Rudolph vom Wünschegarten. Die Ballons selbst sind aus Naturlatex und somit abbaubar. Der kleine Stau vor der Türe bei Easy Sport ist schnell geklärt. Hier werden auf dem Schuhabstreifer die Füße vermessen, während sich drinnen so mancher die warme Jacke für die kommenden kalten Tage aussucht.


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Livemusik, Wein- und Gintasting, das lockte viele Besucher am Feuerabend zur Buchhandlung Colibri. „Wir freuen uns, dass das Angebot so gut ankommt“, sagte Eva Wolf. Süße Träume und das passende Betthupferl gab es beim Betten Wacker. Christian Messer hatte feinste, selbstgemachte Schokoladen im Gepäck, während Birgit Brodbeck die Besucher über die passende Bettdecke für die unterschiedlichen Anforderungen beriet.


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Jetzt kann der Winter kommen, stolz zeigte Mika am Sonntag seine neuen Schuhe. „Für die Kinder werden jetzt schon Stiefel gekauft, während bei den Erwachsenen die Übergangsschuhe hoch im Kurs stehen“, sagte Sonja Stäbler vom Schuhhaus Bubser.


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„Wasser marsch“ hieß es gleich zweimal bei den Bambinis der Schönaicher Feuerwehr am Tag der offenen Tür. Wie die Großen löschten sie in einer Schauübung das Feuer. Die Jugendfeuerwehr zeigte ihr Können und hantierte mit Hebekissen an einem Auto, während die Erwachsenen bei einer Schauübung an einem Auto Schere und Spreitzer einsetzten. Mit lautem Glockengebimmel und Blaulicht ging es im offenen Feuerwehrauto der Werksfeuerwehr Daimler für die Kinder durch den Ort. Die Fahrzeugschau, die rote Wurst vom Grill lockten ebenfalls viele Besucher zur freiwilligen Feuerwehr.


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Zum Schönaicher Herbst gehört das Knittelfest und zum Knittelfest gehört die Garnelenpfanne, darin sind sich viele Besucher einig. Aber auch der frisch zubereitete Zwiebelkuchen fand reisenden Absatz. „Es wurden 40 Kilogramm Zwiebeln von Hand in kleine Würfel geschnitten“, sagt Klaus Andermann. Die 55 Kuchen waren bereits am Samstagabend alle verkauft.


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Erstmals bereichert ein Flohmarkt den Schönaicher Herbst. Horst Birkenbach zeigte sich sehr zufrieden. „Der Standort ist sehr gut und die Anzahl der Stände passt genau.“ Lobende Worte hatte der Veranstalter auch für die Anwohner: „Sie sind alle hilfsbereit und nett und viele Standinhaber kommen aus dem Ort oder der näheren Umgebung, das ist eine gute Mischung.“


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Zum ersten Mal mit einem Stand auf dem Flohmarkt war Lisa Rentschler. „Ich bin ganz zufrieden und hoffe, dass möglichst viel weggeht“, sagt sie. Erfahrener in Sachen Flohmarkt hingegen ist Jutta Hauptmann aus Rutesheim. „Die Tante musste ins Pflegeheim und jetzt muss ich vieles verkaufen, weil ich einfach nicht alles behalten kann.“ Sammeltassen, Schnapsgläser, versilberte Schalen und noch vieles mehr hat sie mitgebracht. „Vom Erlös bekommt die Tante dann mal wieder einen Blumenstrauß mitgebracht“, sagt sie und lässt sich bei fünf kleinen Schnapsgläsern mit Autodesign noch etwas runterhandeln.


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Eine durchweg positive Bilanz zieht die stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins, Andrea Hamann. „Das Konzept kommt bei den Leuten sehr gut an.“ Einfach ungezwungen den Einzelhandel in Schönaich kennenlernen, das ist für viele die Motivation. Unbeschwert als Familie einkaufen, sich zwischen durch mit einer roten Wurst bei der Feuerwehr oder beim Knittel stärken, das lockt nicht nur die Schönaicher auf die Straßen. „Die Tradition des Schönaicher Herbsts ist für alle wichtig“, so Andrea Hamann, „es profitiert der Einzelhandel genauso, wie die Bürger. Man trifft sich, hält ein Schwätzchen und kann nebenbei noch einkaufen, das ist eine gelungene Kombination.“