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Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert · 04.09.2015

Der Puls steuert den Motor

Böblingen: Heart-Go kombiniert Gesundheitsüberwachung und E-Bike

Die Böblinger Heart-Go GmbH bringt in diesem Herbst eine Software auf den Markt, für Leute, die sehr kontrolliert trainieren wollen oder müssen. Das Trainingsgerät ist dabei ein Pedelec.

Um die Kontakte zur Fahrradbranche zu vertiefen, stellte Heart-Go sein System auf der Eurobike vor. Vom Anklang war Dr. Alexander Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens begeistert: „Selbst Japaner, Chinesen und Italiener waren bei uns.“

Der Prototyp ist ein Fahrzeug mit einem Heckantrieb von Ansmann. Schmitt: „Das war der erste Hersteller, der bereit war, uns gegenüber seine Motorsteuerung offenzulegen.“ In diese greift Heart-Go ein, wenn es Motordaten mit den Vitaldaten des Trainierenden verknüpft. So soll der Motor mehr leisten, wenn der Puls, etwa eines Herzpatienten, der sich nicht übernehmen darf, an der im System hinterlegten Obergrenze angekommen ist.

Inzwischen ist Heart-Go auch mit anderen Herstellern im Gespräch. Dabei, so Dr. Schmitt, sei er nun ganz zuversichtlich, dass es auch mit dem Hersteller eines Mittelmotors zu einer Zusammenarbeit komme. Von den Fahrradherstellern bekundete Corratec während der Messe großes Interesse. In Kontakt waren die beiden Firmen schon vorher durch das Forschungsprojekt Mentorbike. Dort ging es um die mobile Erfassung und Verarbeitung von Vitalparametern wie etwa EKG-Daten. Die Federführung bei diesem Projekt hatte die Böblinger Bitifeye, deren Geschäfte Dr. Schmitt zusammen mit seinen beiden Gründerkollegen Hermann Stehling und Dr. Thomas Marik führt.

Joachim Köninger, Mitgesellschafter von Heart-Go, hat als Anwender aber nicht nur Reha-Patienten im Blick: „Unser System kann genau so in der Prävention eingesetzt werden und die Erhaltung der Gesundheit ist doch eigentlich noch viel wichtiger.“