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Von unserer Mitarbeiterin Rebekka Schütz · 20.03.2017

Der Künstler mit der Spraydose

Dagersheim: Ausstellung von Ingo Busch im Bezirksamt

Insgesamt 18 Bilder von Ingo Busch werden noch bis zum 23. Juni im Dagersheimer Bezirksamt ausgestellt. Mit Sprayfarbe, Holz, Pappe und Leinwand experimentierte der Dagersheimer drei Jahre und hat dabei seine Technik gefunden.

„Ich sprühe alles an, was nicht niet- und nagelfest ist“, sagt der 46-jährige Ingo Busch. Im Dagersheimer Bezirksrathaus ist sein kreatives Projekt unter dem Titel „OV3Rspray“ bis zum 23. Juni zu sehen. „Wir freuen uns gleichermaßen über Kunst und Heimat“, so der Dagersheimer Ortsvorsteher Hannes Bewersdorff. „Mit der Ausstellung im Bezirksamt wird der Ortskern als Zentrum der Gesellschaft betont.“

Insgesamt 18 seiner Werke auf Holz, Pappe und Leinwand sind im Foyer des Gebäudes ausgestellt. Mit Sprühfarbe und Schablonen fertigt Busch die Drucke an. Daher ziert jedes der Bilder sein individuelles Symbol in Form eines Spraydosen-Sprühkopfes.

Den Titel der Ausstellung habe er gewählt, da dies ein technischer Begriff für den überschüssigen Sprühnebel beim Lackieren sei, so Busch. „Durch den Sprühnebel ist nicht jede Kante scharf, sondern wird leicht schattiert, so grenzen sich die Bilder zum Digitaldruck ab.“

Beruflich ist der Dagersheimer seit 1996 als Ingenieur im Bereich Akustik und Schwingung tätig. „Gemalt und gestaltet habe ich schon immer“, so Busch. Die Liebe zur Kunst entdeckte er beim figürlichen Zeichnen während seines Studiums der Fahrzeugtechnik in Köln. Vor drei Jahren begann er, sich in seiner Freizeit wieder der Kunst zu widmen. „Das Kreative ist für mich kein Ausgleich zur Arbeit, sondern eine Sache mit ähnlichen Herausforderungen“, sagt Ingo Busch. „Beides macht mir gleichermaßen Spaß.“

Die Bilder seiner Ausstellung sind von 2014 bis 2017 entstanden. Die verwendete Technik ist im Urban-Art-Bereich auch als „Stencils“ bekannt. „Mich interessiert vor allem die kontraststarke, reduzierte und plakative Art der Darstellung“, so Busch. Für seine Bilder wird jede Farbe in einem einzelnen Druckverfahren mit Schablonen aufgetragen, ähnlich dem Siebdruckverfahren. „Die Ideen für die Bilder entstehen aus dem Alltag heraus“, so Busch.

„Über die Zeit habe ich versucht, meine Technik weiterzuentwickeln, was sich in der Ausstellung zeigt.“ Bei vielen seiner Werke arbeitet er unter anderem mit Lochblechen als Schablonen. Durch die lockere und positive Art wolle er mit seinen Bildern Impulse setzen und überraschen.