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28.09.2019

Der große Wurf bleibt noch aus

Standpunkt: Panzerstraße

 





Bau und Stau: Darauf haben viele gewartet: Die Panzerstraße wird ausgebaut. Zumindest an den beiden Eingängen zur Kaserne. Ob es denn der große, befreiende Wurf in Sachen Verkehrsfluss zwischen Thermalbad-Kreuzung und Schönaich sein wird, darf jedoch zumindest in den Stoßzeiten bezweifelt werden – auch mit zwei Fahrspuren im Kreuzungsbereich. Ebenso: Dass der Rückstau vom Herdweg künftig nicht mehr in die Böblinger Osttangente hineinragt, vor allem, wenn das neue Einkaufszentrum einmal gebaut sein wird.


Der Verkehr wird nach wie vor nicht ungestaut durchrollen können. Dafür sorgen noch immer der Flaschenhals nach der Thermalbadkreuzung und die Bunsenstraße. Doch mögliche Veränderungen hier werden zuerst einmal auf Eis gelegt. Nachvollziehbar, dass die Verkehrsstrategen auf dem Landratsamt erst einmal abwarten wollen, wie sich der Verkehr nach dem Ausbau der Autobahn und seiner flankierenden Straßen entwickelt.


Mehr noch: Wie viele Fahrzeuge sind auf der Bunsenstraße unterwegs, wenn einmal das Krankenhaus weg und ein neues Wohngebiet gebaut ist? Je nachdem werden sich die Böblinger Verwaltung und der Gemeinderat Gedanken machen müssen, welche Kröte einfacher zu schlucken ist: Der Status quo mit absehbaren Staufolgen, eine neue Kreuzung an der Bunsenstraße inklusive eines mehr oder weniger großen Eingriffs in den angrenzenden Wald oder aber die Bunsenstraße von der Panzerstraße abzuhängen und den Verkehr hinüber auf den Herdweg zu leiten – wobei damit wohl noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgelotet sind.


All diese Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Und bedarf dann einer politischen Entscheidung eines künftigen Gemeinderatsgremiums zur Bunsenstraße, die nicht einfach sein wird. Doch dies ist Zukunftsmusik. Jetzt geht es in rund eineinhalb Jahren erst einmal darum, den anstehenden Ausbau zu überstehen.



hansjoerg.jung@szbz.de