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Von unserem Redakteur 
Jürgen Wegner · 10.08.2019

Der größte Tag der Sindelfinger Fußballer

Fußball: Wie Alfred Wagner vor 80 Jahren als Zwölfjähriger den VfL beim Aufstieg in Deutschlands höchste Klasse begleitete

  • Alfred Wagner (hinten, Dritter von links) mit der Sindelfinger B-Jugend von 1944. Das Bild entstand an den Buchen in Magstadt. Außerdem auf dem Bild: Heinz Nörrlinger, Heinz Dinkelacker, Helmut Hetzel, Hans Dinkelacker, Kurt Finkbeiner und Alfred Proß (hinten von links), Heinz Wiedmaier, Rolf Nissler und Helmut Noll (vorne von links)

  • Sindelfinger Fußballhelden in der Gauliga: Willi Wicke, Willi Schif, Otto Schmidt, Walter Cronauer, August Strohmaier, Hermann Hosang, Eugen Eissler und Otto Fütterer (hinten von links), Walter Müller, Gottlob Müller und Weyandt Jost (vorne von links). Die Häfte davon starb im Zweiten Weltkrieg, insgesamt ließen da 39 aktive Fußballer des VfL Sindelfingen ihr Leben. Zur Aufstiegsmannschaft von 1939 gehörten außerdem Walter Eichler, Erwin Oldendorff, Wilhelm Ochs, Erich Baumer und Willi Vetter. Trainer war Max Stauch.Bild: privat

Ein Platz ist noch frei, für Alfred Wagner ist es der Schönste auf der Welt. Denn es grenzt fast an ein Wunder, dass der Wagen nicht voll besetzt ist. Vielleicht ist es ein Opel, vielleicht ein Mercedes, heute weiß das der 92-Jährige (Bild: P. Bausch) nicht mehr genau. „Es lebt ja keiner mehr, den ich fragen könnte.“


Jedenfalls will halb Sindelfingen nach Heilbronn, sogar ein Sonderzug ist unterwegs. Die Himmelsstürmer von der Steige greifen nach den Sternen, nur noch ein einziger Punkt im Unterland trennt die Fußballer von Deutschlands höchster Spielklasse. Die Gauliga ist zum Greifen nah, und Alfred Wagner traut seinen Ohren kaum. Sein Nachbar Reinhold Kölle, der damals beim VfL im Spielausschuss sitzt, fragt den Jungen tatsächlich, ob er mitfahren will. Denn bei Emil Keim – Großvater der Segelflug-Weltmeisterin Katrin Senne – ist noch ein Plätzchen frei.


80 Jahre ist das her, und genau genommen spielen die Blau-Weißen auch heute dort, wo damals die Grenzen lagen. Am heutigen Samstag geht es zum Saisonauftakt nach Neckarrems. Die Verbandsliga ist immer noch Württembergs Oberhaus – doch damals gab es nichts Höheres. Keine Bundesligen. Keine Regionalliga, nicht einmal eine Oberliga. Wer in der Gauliga kickte, war ganz oben, und die Meister duellierten sich dann um deutsche Titelehren.


Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de