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28.10.2018

Der Erzweg kombiniert montanhistorische Stätten mit atemberaubender Natur

Traumverloren und ursprünglich präsentiert sich die Natur entlang des Erzwegs, wie hier an den Grubenfeldern Leonie, die von Auerochsen beweidet werden (Foto: HLC / Amberg-Sulzbacher Land_Michael Sommer).

(HLC) Ein großes Vorkommen an Eisenerz und die vorteilhafte Lage an der Vils machten das Amberg-Sulzbacher Land schon früh zu einer sehr wohlhabenden Region – erste Zeugnisse der Rohstoffverarbeitung reichen bis in vorchristliche Zeit zurück. Heute erinnern im „Ruhrgebiet des Mittelalters“ noch zahlreiche Spuren an die bedeutende Montangeschichte, die sich auf dem Erzweg auf abwechslungsreiche Weise entdecken lässt.

Der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg ausgezeichnete Erzweg verbindet in elf Etappen die Stätten der ehemaligen Eisenerzverarbeitung mit der vielseitigen Landschaft des Bayerischen Jura auf außergewöhnliche Weise.

Auf insgesamt 151 Kilometern durchläuft der Weg ab Pegnitz mehrere Naturräume und führt durch dichte Wälder, sanfte Landschaften und faszinierende Höhlen, vorbei an grotesken Felsformationen, vielen Burgruinen und durch verträumte Ortschaften bis nach Kastl. Gleichzeitig liegen neben landschaftlichen Highlights auch etliche historische Stätten auf dem Weg, die eindrucksvoll die jahrhundertelange Bergmannskultur der Region zeigen.

Im Mittelalter deckten bis zu 240 Hammerwerke etwa 20 Prozent des europäischen Eisenbedarfs und mit der Luitpold- sowie der Maxhütte wurden im 19. und 20. Jahrhundert Maßstäbe in der Stahlproduktion gesetzt. Heute hat die Natur vieles zurückerobert, sodass die Hammerschlösser, alten Bergwerke und Industriedenkmäler mit der Landschaft zu einem ganz besonderen Wandererlebnis verschmelzen.

Da es auch abseits der Haupttrasse viel zu sehen und zu erleben gibt, sind neun Schlaufenwege mit je ganz eigener Charakteristik  angegliedert, die zahlreiche Streckenvarianten ermöglichen. Die Königsteiner Schlaufe etwa führt durch die zentrale Kuppenalb, während die Neukirchner Schlaufe mit allerhand Höhlen echtes Abenteuerfeeling verspricht. Und entlang der Illschwanger Schlaufe können Wanderer das kleinste Hopfenanbaugebiet der Welt bestaunen.

Übrigens: Durch mehrere Bahnhöfe entlang der Strecke sind auch verschiedene Tageswanderungen mit der Bahn möglich.