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Von unserem Mitarbeiter Friedemann Roth · 29.10.2007

Den Tüchtigen lacht das Glück

Fußball Verbandsliga: VfL Sindelfingen VfR Aalen II 2:1 (1:1) / Trainer Willi Zimmermann hat wieder Freude an der Arbeit

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ong>Donnerwetter, VfL! Vor rund zwei Wochen brachte er dem Tabellenführer TSG Balingen die erste Auswärtsniederlage bei und wiederholte ziemlich unerwartet dieses Kunststück am Samstag gegen den VfR Aalen II. Nach dem 2:1 (1:1)-Sieg war VfL-Trainer Willi Zimmermann mehr als zufrieden: "Wie die Mannschaft sich im Training und auch im Spiel verhält, da macht die Arbeit wieder Spaß."

 

Erst recht, wenn diese Arbeit mit Siegen gekrönt wird. Beleg: Der VfL holte mit dem 2:1 zuletzt zehn von zwölf möglichen Punkten. In einem sehr guten Verbandsligaspiel, in dem der VfL seine bisher beste Saisonleistung zeigte und die Gäste sich als spielstarke, dynamische Einheit präsentierten, legte der VfR vom Anpfiff weg den Vorwärtsgang ein.

 

Ercan Acar nicht zu bremsen

 

Der VfL, mit derselben Anfangself wie zuletzt, bekam sofort einen Vorgeschmack, was auf ihn zukommen würde. Das Tor der Gastgeber wurde gleich zweimal von Cassio da Silva unter Beschuss genommen und nur knapp verfehlt. Dass der VfL, dessen Coach ja auch nicht gerade ein Verfechter des Defensivfußballs ist, aber im Gegensatz zur Vorwoche das hohe Tempo der Gäste mitging und ganz anders als zuletzt dagegen hielt, offenbarten zwei dicke Möglichkeiten für Ercan Acar, der besonders im ersten Durchgang nicht zu bremsen war. Doch erst die dritte war von Erfolg gekrönt. In der 34. Minute stieß VfR-Kapitän Michael Schiele Ercan Acar im Aalener Strafraum um. Esad Huskic übernahm diesmal die Verantwortung und verwandelte den Foulelfmeter zum 1:0.

 

Die Führung hielt ganze vier Minuten. Dann brachte ein Abwehrschnitzer den Gästen den Ausgleich. Ferhat Sis flankte unbedrängt von rechts, genauso unbedrängt köpfte Daniel Friedel ein - 1:1. "Die Flanke war von unserem Torhüter beim besten Willen nicht zu holen. Der Aalener kam danach völlig frei zum Kopfball", so VfL-Trainer Willi Zimmermann. "Pedro Ferreira muss ich heute herausheben. Er legte den Grundstein zum Erfolg und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit". In der Tat. Kurz vor dem Seitenwechsel lenkte Pedro Ferreira einen satten Schuss von Ferhat Sis an die Latte und fing den Nachschuss mit einer tollen Parade ab. Dies war möglicherweise die Grundlage zum Sieg. Willi Zimmermann: "Wenn wir in Rückstand geraten wären, hätten wir wohl verloren."

 

Mit einer glänzenden Rettungstat gegen Okan Marsak machte Pedro Ferreira nach Wiederanpfiff gleich weiter. Dann war er bei einem Freistoß des bisher erfolgreichsten Aalener Schützen, Tobias Scheifler, erneut auf dem Posten. Dazwischen versteckten sich die Sindelfinger aber keineswegs. Ercan Acar wurde abgeblockt, Enes Lulic zielte aus spitzem Winkel über den Balken. Mit dem Unentschieden wären die Sindelfinger Anhänger zu dem Zeitpunkt sicherlich zufrieden gewesen, vor allem, weil der eingewechselte Etienne Reis und Daniel Friedel weitere Aalener Chancen hatten.

 

Die Sindelfinger Spieler aber wollten sich mit einem Remis nicht zufrieden geben. In der 87. Minute beschwor Denis Gonsior auf der linken Angriffsseite durch einen seiner flankenähnlichen Einwürfe wieder Gefahr vor dem Aalener Kasten herauf. Gästecoach Michael Butrej bemängelte, dass einer seiner Abwehrspieler den Ball an der Strafraumgrenze nicht nach außen, sondern Ercan Acar vor die Füße köpfte. Der krönte seine gute Leistung mit einem strammen 16 Meter-Schuss ins linke untere Eck - 2:1. Jubel, Trubel, Heiterkeit beim VfL, der die Nachspielzeit im Gegensatz zum Ditzinger und Laupheimer Gastspiel unbeschadet überstand.

 

Gästecoach Michael Butrej meinte: "Sindelfingen war zweikampfstärker und stabiler. Erst in der zweiten Hälfte gingen wir energischer in die Zweikämpfe." VfL-Trainer Willi Zimmermann: "Das war ein sehr gutes, spannendes Verbandsligaspiel. Beide wollten unbedingt den Dreier. Sonst hatten wir in der Endphase Pech, jetzt etwas Glück. Der Sieg ist ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zum Klassenerhalt. Der VfR Aalen hat einen erstklassigen Unterbau. Da fällt vieles leichter. Spielerisch können wir mit ihnen nicht mithalten."

 

VfL Sindelfingen: Ferreira; M. Hlebec, Sahin (73. Minute Palazzolo), Rizzo, Acar, Tomasek, Gonsior, Carnevale (70. Minute Ibrocy), Huskic, Lulic, Pereiro (70. Minute Kniesel).

 

Schiedsrichter: Butz (Rottweil).