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Von unserem Mitarbeiter Peter Maier · 17.04.2018

Debüt auf legendärer Rennstrecke

Motorsport: Der 17-jährige Böblinger Jacob Erlbacher fährt im belgischen Spa Francorchamps sein erstes Tourenwagen-Rennen

  • Der Böblinger Jacob Erlbacher auf heißen Reifen unterwegs im belgischen Spa. Bilder: z

  • Jacob Erlbacher (links) mit Teamkollege August Macbeth auf dem Podium.

Erstmals im Tourenwagen und gleich vorne dabei: Der 17-jährige Böblinger Jacob Erlbacher startete auf der legendären Rennstrecke in Spa Francorchamps, in Belgien, voll durch und kommt so seinem Traum im Tourenwagensport mitzumischen näher.

Eigentlich war für dieses Wochenende ein erster Test mit Tourenwagen angedacht. Erst danach sollte entschieden werden, ob Jacob Erlbacher sich in diesem anspruchsvollen Motorsport behaupten kann. Doch wie im Vorjahr bei seinem Debüt im Kart auf der Rundstrecke kam es anders. Nach einer einstündigen Testfahrt, um das Fahrzeug und die Strecke kennenzulernen, alles Neuland für den jungen Motorsportler, war schon die Rede von Qualifying und Teilnahme am 2-Stunden-Rennen im Rahmen der NES 500. Teamkollege August Macbeth, aktuell fährt er um die Lamborgini Super Trofeo, stand auch schon bereit.

Das Cerny Motorsport Team war davon überzeugt, dass Erlbacher, für die Herausforderung bereit sei. „Spa ist meine Lieblingsstrecke mit weltbekannten Turns wie zum Beispiel die Eau Rouge/Raidillon, also war für mich schon vor dem Test klar, dass ich da fahren und zeigen will, was ich so kann“, sagt Jacob Erlbacher: „Ich war total aufgeregt, als ich das erste Mal im Auto saß und von Florian Sternkopf, Teamleiter und selbst Rennprofi, den Sitz und das Setup eingestellt bekam.“

August Macbeth fuhr den Start und nach einer Stunde hatte er Platz zwei herausgefahren als Jacob Erlbacher den Wagen übernahm: „In den ersten Runden des Trainings hatte ich noch Schwierigkeiten beim Schalten und auch die Ideallinie fand ich nicht gleich.“ Im zweiten Durchgang, nach einem kurzen Pitstop, verbesserte er sich auf 3:18 Minuten, im Qualifying folgte eine 3:13. Im Rennen startete Erlbacher nach dem Fahrerwechsel mit Macbeth von Platz 3 und kämpfte sich mit Rundenzeiten von 3:12 auf Platz 2 vor.“ Mit einem Abstand von 28,5 Sekunden auf den Drittplatzierten kam der Böblinger in Ziel.

„Einfach unglaublich, aber ich war richtig gut und habe mich auch im Auto doch recht schnell zurechtgefunden. Es hat riesengroßen Spaß gemacht. Die eine Stunde hinter dem Steuer war ich voll konzentriert und habe gar nicht mitgekriegt, wie schnell die Zeit verflog. Jede Runde versuchte ich noch besser zu fahren und dann war es auch schon wieder vorbei.“ Dann bekam das Team Erlbacher-Macbeth durch einen zu kurzen Boxenstopp beim Fahrerwechsel noch eine Zeitstrafe von 40 Sekunden aufgebrummt. Das kostete einen Platz in der Gesamtwertung und so mussten sich die beiden mit Platz 3 zufriedengeben.

Trotzdem kann Jacob Erlbacher nun auch im Tourenwagensport auf einen gelungenen Einstieg verweisen und will an seinem Traum weiterarbeiten. Zurzeit fehlen noch die Sponsoren, die man zur Umsetzung so hoher Ziele braucht.