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27.11.2018

Dauerstau BB: Der SZ/BZ-Stammtisch

Böblingen: SZ/BZ-Stammtisch zum Thema „Viele Baustellen: Böblingen im Dauer-Stau“ im Café Frechdax / Schwierige Koordination mit privaten Bauträgern

Angeregte Diskussion beim SZ/BZ-Themen-Stammtisch im Café Frechdax. Bild: Staber

„Wenn das Angebot „Auto“ so attraktiv bleibt, wie es derzeit ist, wird sich am Problem Stau in der Stadt nichts ändern“, sagt Frank Bader, der Leiter des Böblinger Tiefbauamts. Beim SZ/BZ-Stammtisch mit Redakteur Hansjörg Jung stellte sich Bader zusammen mit Evi Seitner-Schima vom Ordnungsamt und Gerd Pickelmann vom Bauunternehmen Wiesmüller den Fragen der Bürger.

Denn zwar stehe der Autofahrer im Böblinger Zentrum derzeit in der Tat im Dauerstau, so Frank Bader: „Aber außerhalb des Zentrums kommt man wunderbar durch.“ Zusammen mit der Tatsache, dass Böblingen insbesondere außerhalb des Zentrums „über keinen besonders attraktiven ÖPNV“ verfüge, ergebe sich ein grundsätzliches Problem: Trotz der vielen Baustellen und damit verbundenen Staus sei das Auto für viele Bürger dennoch das attraktivste Mobilitätsangebot. Frank Bader: „Und daran wird sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern.“ Böblingen arbeite zwar daran, alternative Angebote zu schaffen: „Wir bauen unter anderem den Öffentlichen Personennahverkehr und das Radverkehrsnetz aus. Aber die Stadt allein wird das nicht schaffen.“

Keine leichte Aufgabe hat derzeit Evi Seitner-Schima, Abteilungsleiterin Recht, Verkehr und Ordnungswidrigkeiten im Böblinger Ordnungsamt: „Bei uns laufen die Beschwerden auf. Und wir müssen uns recht viel anhören.“ Es sei mühsam, dem Bürger zu erklären, dass es die vielen Baustellen in Böblingen nicht gebe, um die Autofahrer zu ärgern, so Seitner-Schima. Aber das Zeitfenster, bevor es 2019 oder 2020 mit dem Ausbau der A 81 losgehe, werde immer kleiner: „Bis dahin müssen unsere eigenen Baustellen abgewickelt sein. Deswegen stehen wir unter unglaublichem Druck.“

Eine Baustelle überlappt die nächste

Dieser Druck wirke sich direkt auf die Koordination der Baustellen aus, wie Frank Bader erläutert. Ein Abarbeiten von Baustellen hintereinander gebe es nicht mehr: „Heute überlappt eine Baustelle die nächste.“ Entsprechend knifflig sei die Abstimmung von Details. Beispiel Sperrung der Herrenberger Straße: Eigentlich hätte die für den Ausbau der Schönbuchbahn benötigte Unterführung dort zum 30. Juni fertig und die Straße freigegeben worden sein.

Unter anderem fehlende Geländer für die Unterführung und fehlende Ampel-Technik schieben den Termin nun auf den 20. Dezember – wenn alles gut läuft. „Solche Verzögerungen haben unmittelbare Auswirkungen auf alle Beteiligten, vom Planer über das Bauunternehmen bis zum Bauträger“, so Frank Bader. Und damit auch auf viele weitere Baustellen.

Scheinbare Untätigkeit auf den Böblinger Baustellen: Dies ist eine Folge dieser Koordinierungsprobleme. „Auch dann, wenn einfach mal etwas trocknen muss auf einer Baustelle, gibt es sofort Beschwerden darüber, dass nicht gearbeitet werde und es deswegen so lange dauere“, klagt Evi Seitner-Schima.


Der komplette Artikel samt einem Kommentar steht am Mittwoch in der SZ/BZ und auf www.szbz.de

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