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14.04.2018

Das Potenzial muss gehoben werden

zu: „Das Domo hat enormes Potenzial“ (SZ/BZ vom 7. April)

Da kann man Herbert Rödling nur zustimmen. Das Domo bietet enormes Potenzial für die Stadt. Das hat die Domo-Novo- Projektgruppe und dann der Domo-Novo-Verein erkannt und in den letzten 4 Jahren intensiv und detailliert ausgearbeitet. Auch die Sindelfinger Bürgerschaft hat diese Erkenntnis geteilt und dem Projekt beim Bürgerbarometer der SZ/BZ eine Zustimmung von 71 Prozent erteilt. Doch damit ist es nicht getan. Das Potenzial muss gehoben und in konkrete innovative Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden.

Seit 4 Jahren werden Anträge, Anfragen und Arbeitsaufträge von den Fraktionen an die Stadtverwaltung gestellt. Doch die Verwaltungsspitze duckt sich weg, verweigert die Arbeit und lässt jede Vision für die Stadt vermissen. Nichts wurde vernünftig abgearbeitet. Die Argumentation der Verwaltung bei der Bürgerversammlung zum Bürger- und Kulturzentrum konnte nichts klären, sondern hat nur neue Fragen aufgeworfen.

Dann im März 2017 die Flucht in die Lenkungsgruppe. Der inhaltlichen Arbeit mit einer Gegenüberstellung von Domo Novo und Neubau Alter AOK sollte ein Gutachten über die rechtliche Situation beim Domo vorangestellt werden. Dieses Gutachten sollte im Mai/Juni 2017 vorliegen. Wahrscheinlich lag es da auch vor, nur war der Inhalt nicht im Sinne der Verwaltungsspitze im Rathaus. Deshalb wurde ein weiteres Dreivierteljahr verzögert und das Gutachten in die richtige Richtung gebogen.

Im März 2018 die zweite Lenkungsgruppe und die Aussage der Verwaltungsspitze, dass die rechtlichen Hürden für das Domo zu hoch sind. Diese Argumentation ist an den Haaren herbeigezogen und falsch. Es gibt im Domo nicht unzählige Wohnungseigentümer, die einzeln ihre Zustimmung zu dem Projekt geben müssen, sondern nur drei Wohnungseigentümer-Gemeinschaften. Nie kam aus dem Haus oder aus der Nachbarschaft eine Kritik am Domo-Novo-Projekt. Von allen Seiten kam Zustimmung, weil es eine große Chance ist für das Stadtquartier und die ganze Stadt.

Aus meiner Sicht ist die Verweigerungshaltung der Verwaltungsspitze, also von OB Vöhringer, Horst Zecha und Dr. Clemens, nicht hinnehmbar. Nicht für den Domo-Novo-Verein, nicht für die Stadträte und auch nicht für die Bürgerschaft. Die Ankündigung, bei der Alten AOK einen Neubau zu wollen, ist bisher eine Luftnummer, denn auch dazu hat die Verwaltung nichts ausgearbeitet, kein Konzept, keinen Raumplan, einfach gar nichts.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage (auch bei anderen wichtigen Projekten), ob Innovation und Zukunftsfähigkeit dieser Stadt nur noch gegen die Verwaltungsspitze im Rathaus möglich ist.

Jörg Hamm, Sindelfingen