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Thomas Oberdorfer · 14.01.2020

Das gemeinsame Ziel fest im Blick

Handball: Der ehemalige Bundesliga-Spieler des VfL Pfullingen, Holger Breitenbacher, steht für mindestens zwei weitere Jahre als Trainer der HSG Schönbuch auf der Kommandobrücke

2.10.19 HSG Schönbuch Trainer Holger Breitenbacher

Holger Breitenbacher bleibt für weitere zwei Jahre Trainer der HSG Schönbuch. Vor wenigen Tagen hat er den Vertrag mit dem Verein aus der Handball-Württembergliga Nord verlängert. In der Tabelle liegt die Mannschaft auf Platz fünf und hat gute Chancen, sich für die eingleisige Württemberg-Liga zu qualifizieren, die in der kommenden Spielzeit eingeführt wird.

Holger Breitenbacher hat einen der klangvollsten Namen in der Handball-Württembergliga. Der 49-Jährige erlernte in seinem Heimatverein TSV Beutelsbach das Handballspielen. In der B-Jugend wechselte er zum VfL Pfullingen. Nach der A-Jugend beim VfL stieß er zu den Aktiven dieses Handball-Traditionsklubs und spielte 
14 Jahre lang für das Team, vier Jahre davon in der 1. Bundesliga. Holger Breitenbacher hatte auch das Kapitänsamt inne, er agierte als Mittelmann und initiierte von dieser Position aus viele Angriffe. Vor zwei Jahren hat die HSG Schönbuch Breitenbacher für zwei Spielzeiten verpflichtet, nun wurde der Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert.


„Ich fahre gerne ins Training“


„Ich habe ganz viel Spaß mit den Jungs“, sagt Holger Breitenbacher, das sei ein entscheidender Grund gewesen für ihn, weiterhin die HSG Schönbuch in der Württembergliga zu coachen. „Ich habe ganz feine Charaktere in meiner Mannschaft. Ich fahre gerne ins Training. Die Zusammenarbeit mit der Vereinsführung ist gut, das Umfeld ist sehr offen und ehrlich“, sagt Holger Breitenbacher, der in Reutlingen wohnt, der mit der Anfahrt zum Training und den Spielen aber keinerlei Probleme hat. Er fährt zu einer Tageszeit, zu der sich die üblichen Staus durch den Schönbuch in Richtung Holzgerlingen oder zurück in Richtung Reutlingen bereits aufgelöst haben.


„Vor der Runde haben wir das Ziel ausgegeben, nicht abzusteigen“, sagt Holger Breitenbacher. Derzeit befinden sich die Holzgerlinger nach 13 absolvierten Begegnungen auf Rang fünf, eine überaus respektable Leistung. Nun steigen auch die Ansprüche der HSG, wobei der Klub dabei Augenmaß behält. Platz sechs oder sieben sei jetzt das Ziel, damit wären die Handballer für die eingleisige Württembergliga qualifiziert, die in der kommenden Runde eingeführt wird. Zudem gibt es künftig unter dieser Spielklasse zwei Verbandsligen. „Die eingleisige Württembergliga zu erreichen, ist ein hochgestecktes Ziel“, sagt der 49-Jährige. Druck gibt es keinen für die HSG, sie kann mit aller Ernsthaftigkeit, aber auch der notwendigen Gelassenheit in die zweite Saisonhälfte gehen. Breitenbacher: „Es ist ja überraschend, dass wir jetzt schon 16 Punkte auf dem Konto haben.“


Die HSG Schönbuch hatte in der Hinrunde ein Schlüsselspiel: Zu Hause gegen den TSV Alfdorf/Lorch, er steht auf Platz zwei im Klassement, lag die HSG zehn Minuten vor Spielende mit sieben Toren in Rückstand. Dann aber setzte die HSG zu einer fulminanten Aufholjagd an und gewann das Duell noch 32:31. Dieser Sieg war auch einer Maßnahme von Breitenbacher zu verdanken: Er ließ Adrian Pfahl in der Schlussphase kurz decken. Pfahl ist der Torjäger des TSV, er warf gegen die HSG zwölf Tore. Alfdorf kam komplett aus dem Konzept, der taktische Winkelzug des Trainers ging auf. „Dieses Spiel hat bei uns viel Energie freigesetzt“, sagt Holger Breitenbacher, fünf der darauf folgenden sieben Begegnungen gewann die HSG Schönbuch. Darunter auch die Nachbarschaftsduelle gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen und den SV Leonberg/Eltingen. „Wir haben noch kein Heimspiel verloren, Höhepunkte in der Hinrunde waren sicherlich auch die Siege in den beiden Derbys“, sagt Holger Breitenbacher, der hofft, dass seine Mannschaft „den Schwung aus der Hinrunde und die Freude am Handball“ in die Rückrunde mitnehmen könne.


Am kommenden Samstag spielt die HSG Schönbuch bei der SG Schozach-Bottwartal. Mit einem Sieg kann die HSG nach Punkten mit der SG, die auf Position vier liegt, gleichziehen.