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Von unserem Redakteur Karlheinz Reichert · 07.12.2017

Das Baugebiet wird kleiner

Magstadt: Terrassen an der Bahnlinie nicht auf der Südseite

Mit „Südlich der Ihinger Straße“ will die Gemeinde Magstadt entlang der Bahnlinie ein Baugebiet für etwa 60 Bewohner ausweisen. Die Planungen laufen seit dem Jahr 2011. In der neuesten Version wurden die Neubauflächen von 1,1 auf 0,9 Hektar reduziert, da die Behörden entlang der Bahnlinie „ungesunde Wohnverhältnisse“ befürchten.

Der Bebauungsplan erfasst auch ein bereits bebautes Gebiet. Dort ist die Lärmschutzwand drei Meter hoch. Zwischen den Gleisen und dem heute freien Feld aber nur zwei Meter. Die Hoffnung der Magstadter, dort einen Meter aufzustocken, um die Neubauten vor dem Bahnlärm zu schützen, werden sich nicht erfüllen. Für die Erhöhung der Lärmschutzwand sei deren Fundament zu schwach.

Im Gemeinderat sprach sich Claudia Fleischmann trotz der von Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz auf bisher 50 000 bis 70 000 Euro aufgelaufenen Planungskosten dafür aus, das Bebauungsplanverfahren zu stoppen. Neubauten finde sie an der Stelle sehr bedenklich, sagte die CDU-Rätin. Als Alternative schlug sie vor, das im Flächennutzungsplan enthaltene Seele-Metzlesbach in Angriff zu nehmen: „Da hätten wir ein wunderschönes Baugebiet.“

Die Gegenrede hielt Sabine Schmidt (Freie Wähler): „Ich lebe seit über 30 Jahren an der Bahn und da lebt es sich hinter der Lärmschutzwand sehr gut.“

Bei der Ausgestaltung des Bebauungsplans folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Lärmgutachters. Die Neubauten sollen ihre Terrassen nicht wie zunächst geplant im Süden der Grundstücke, und damit direkt an der Bahnlinie anlegen, sondern westlich von ihren Häusern. Das verbessere die Aufenthaltsqualität.

In den verkleinerten Baufenstern seien die gewünschten Bauplätze für Einfamilienhäuser wohl nicht mehr machbar, sagte Dr. Merz. Durch die Verkleinerung werde die bisher vorgesehene Erschließungsstraße überflüssig und die Erschließung deshalb günstiger.

Rudi Frank (SPD) sagte, jeder, der dort investieren werde, wisse, worauf er sich einlasse. Vorgeschrieben werden Schallschutzfenster, für die Schlafzimmer mit einer Zwangsbelüftung. Der Plan muss nun noch einmal (wie schon im Sommer 2016) für vier Wochen öffentlich ausgelegt werden.