Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns





-Anzeige-
16.09.2022

Cyberangriffe: So schützen Sie sich

Unsplash/danny144

Gestohlene Passwörter, leer geräumte Bankkonten, teure Bestellungen auf Ihre Kosten, von denen Sie gar nichts wissen: Cyberangriffe gehören mittlerweile leider zum Alltag im digitalen Leben. Betroffen sind davon sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und staatliche Stellen.

Die fortschreitende Digitalisierung bringt nicht nur viele Vorteile mit sich, sondern führt auch dazu, dass sich die Cyberkriminalität rasant entwickelt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Mit dem nötigen Wissen und den geeigneten Maßnahmen sind Sie Cyberangriffen keinesfalls hilflos ausgeliefert. Wer drei einfache Tipps beherzigt, legt bereits den Grundstein, damit das eigene Netzwerk vor der Gefahr aus dem Internet geschützt ist.

Was sind eigentlich Cyberangriffe?

Im Gegensatz zu einem Handtaschenraub auf offener Straße oder einem Einbruch in das Einfamilienhaus finden Cyberangriffe ausschließlich in der virtuellen Lebenswelt statt – und werden manchmal erst sehr spät entdeckt. Sie richten sich ganz gezielt gegen Schwachpunkte der informationstechnischen Infrastruktur, um den Systemen zu schaden oder sie gleich ganz zu zerstören.

Das passiert u.a. durch eine Software, die beispielsweise Informationen ausspioniert, ggf. Funktionen abschaltet und final die Daten verschlüsselt, um anschließend Lösegeld für die Freischaltung zu fordern – sogenannte Ransomware. Die Motive der Hacker sind unterschiedlich und reichen vom Diebstahl sensibler privater Daten, über Gelderpressung, bis hin zu Industriespionage im ganz großen Stil.

Vor der Gefahr aus dem Internet schützen

Cyberkriminalität ist schon jetzt eine ernstzunehmende Bedrohung – und sie wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Deshalb ist es wichtig, die Sicherheit der eigenen Hard- und Software in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand zu stellen. Das gilt für Privathaushalte genauso wie für Unternehmen und Institutionen. Nur wer die Gefahren durch Malware, Phishing und Co. kennt, kann sich auch davor schützen und geeignete Maßnahmen für die IT-Sicherheit ergreifen. Doch wofür stehen diese Begriffe eigentlich?

  • Malware: Der Begriff meint eine ganze Reihe schädlicher Software. Ransomware (auch Erpressungstrojaner genannt) wird über einen unbedacht angeklickten Link oder einen geöffneten E-Mail-Anhang installiert und verschlüsselt dann Dateien auf dem System. Für die Entschlüsselung soll Lösegeld erpresst werden. Spyware nistet sich auf dieselbe Weise im Computer oder Handy ein und hat zum Ziel, unbemerkt Informationen abzurufen.
  • Phishing: Betrügerische E-Mails oder andere Mitteilungen wie SMS wecken auf den ersten Blick den Anschein, als stammten sie von einem seriösen Absender. Ihr professionelles Aussehen soll den Empfänger dazu verleiten, auf einen Link zu klicken und auf einer Internetseite vertrauliche Daten einzugeben. So können die Betrüger beispielsweise an Kreditkartendaten oder Anmeldeinformationen für berufliche Netzwerke gelangen.

3 Tipps für mehr Sicherheit

Cyberangriffe sind ohne Frage bedrohlich, doch kein Internetnutzer muss sich ihnen schutzlos ausgeliefert fühlen. Schon das Bewusstsein für die Bedrohung ist ein erster wichtiger Schritt, um weitere Maßnahmen gegen Hackerkriminalität zu ergreifen. Wer die Firewall und einen Virenschutz einrichtet, VPN nutzt und regelmäßig Back-ups erstellt, schafft eine solide Basis für mehr Sicherheit im Internet. Die drei Tipps im Detail:

1. Antivirensoftware

Eine Firewall – am besten bereits im Router – und Virenschutz sind extrem wichtig, um Angriffe gegen Ihr Netzwerk abzuwehren. Eine Antivirensoftware kann Viren und Malware blockieren und schadhafte Dateien löschen. Sowohl für den Desktop-Computer und Laptop als auch für das Smartphone sind solche Lösungen von verschiedenen Herstellern erhältlich. Wie bei den Datenschutzexperten zu lesen ist, sollte aber auch bei der Wahl des Virenschutzes mit Bedacht entschieden werden. So wurde beispielsweise kürzlich vor den Diensten von Kaspersky gewarnt, weil diese missbräuchlich für Attacken russischer Hacker verwendet werden könnten. Doppelt hält in diesem Fall nicht besser, verwenden Sie deshalb immer nur eine Antivirensoftware auf einem Gerät.

2. VPN

Verschlüsselungen sind wirkungsvolle Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe und sollten überall angewendet werden, wo es möglich ist. Dazu zählt auch der Internetzugang über eine VPN-Verbindung. Ein solches privates virtuelles Netzwerk soll verhindern, dass Unbefugte einfach mitlesen können. Zudem lässt sich dadurch der Zugang zu unternehmensinternen Servern regeln.

3. Back-ups

Sollte es trotz der Sicherheitsmaßnahmen zu einem Cyberangriff kommen, können Sie womöglich nicht mehr auf Ihre Daten zugreifen. Fertigen Sie deshalb in regelmäßigen Abständen Back-ups an und prüfen Sie außerdem, ob Sie die Informationen auch tatsächlich wieder ins System einspielen können. Liegen die wichtigen Daten an einem weiteren (sicheren!) Speicherort, können private Dateien nicht verloren gehen und auch Geschäftsprozesse laufen ungestört weiter.