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Von Dirk Hamann 
und Rebekka Groß · 28.02.2020

Coronavirus: Die Kreis-CDU ist betroffen

Kreis Böblingen: Die vier CDU-Kandidaten für die Landtagswahl sind in Isolation / Landkreis will Testzentrum einrichten

Bild: Adobe Stock/peterschreiber.media

Das Coronavirus hat den Kreis Böblingen erreicht. Und in seiner ersten Welle die CDU voll erwischt. Der JU-Kreisvorsitzende Matthias Miller hat sich den Virus eingefangen. Und hatte in den vergangenen Tagen viel Kontakt zu anderen Menschen. Deswegen befinden sich unter anderem auch die anderen drei Mitbewerber, Manuel Brenda, Steffen Vietz und Dr. Alissa Geisinger in häuslicher Isolation.

„Ich komme damit ganz gut zurecht“, erklärte der Ehninger Manuel Benda am Telefon. Er bekomme viele Genesungswünsche, die er aber gar nicht brauche, weil eine Erkrankung bei ihm bislang nicht feststellbar sei. Mit den anderen, die sich in häuslicher Isolation befinden, sei er in gutem Kontakt – und auch von deren Seite aus gebe es bislang keine negativen Signale, so Benda, der als Teamleiter im Logistikbereich bei Daimler tätig ist und in dieser Position auch von Zuhause aus arbeiten kann. Für die Maßnahme, dass er sich nun für zwei Wochen häuslicher Isolation befindet, hat er vollstes Verständnis: „Diese Vorsichtsmaßnahme ist richtig und wichtig. So kann erreicht werden, dass eine Ausbreitung der Krankheit im Keim erstickt wird.“

 

 

Die Kreis-CDU erklärt derweil, dass sie im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden stehe. „Das Gesundheitsamt hat die Lage vollständig unter Kontrolle. Alle Kontaktpersonen des Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation“, so der Kreisvorsitzende Michael Moroff, „aus Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitgliedern und als reine Vorsichtsmaßnahme werden aber alle geplanten öffentlichen Veranstaltungen der CDU in den nächsten drei Wochen verschoben.“

 

 

 

 

 

Auch das Landratsamt Böblingen hat nach einer weiteren Sitzung des Einsatzstabes, mit Vertretern der Leitstelle, des Klinikverbundes und dem Gesundheitsamt erneut gehandelt. So soll ab Montagabend ein zentrales Testzentrum im Süden des Landkreises seinen Betrieb aufnehmen. Der genaue Ort werde noch bestimmt, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes. In dem Testzentrum sollen außerhalb der Praxis-Sprechzeiten Abstriche für Laboruntersuchungen vorgenommen werden. Im Testcenter sollen nur Personen getestet werden, die vorher beim Gesundheitsamt telefonisch registriert wurden.

 

 

Dafür wurde bereits am Donnerstag eine entsprechende Telefonnummer eingerichtet. Unter der Nummer 0 70 31 / 663 3500 können sich Ärzte und Betroffene von 8 bis 20 Uhr direkt beim Gesundheitsamt melden. Der Landkreis möchte so verhindern, dass Verdachtsfälle direkt in die Notfallpraxen oder Notfallaufnahmen der Kliniken gehen. Denn dort halten sich viele andere geschwächte Patienten auf, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus gefährlich ist.

 

 

 

 

 

Bezüglich einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus hat derweil die Stadt Sindelfingen einen Arbeitsstab eingerichtet, in dem die zuständigen Fachbereiche vertreten sind In einer Pressemitteilung heißt es, dass dort gegebenenfalls alle erforderlichen Maßnahmen koordiniert werden sollen. „Wir haben zudem unsere Mitarbeiter informiert und Empfehlungen zur Vorbeugung gegeben“, so Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer. Er appelliert, sich ebenfalls an die vom Robert Koch Institut empfohlenen Verhaltensweisen zu halten: „Mit Blick auf Spekulationen, insbesondere in sozialen Medien, empfehlen wir vor allem, Ruhe zu bewahren. Wir werden als Stadt informieren, wenn es wesentliche Veränderungen der Lage gibt.“