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Von unserer Redakteurin 
Rebekka Groß · 31.07.2020

Corona: Neuer Alltag in den Kliniken im Kreis Böblingen

Sindelfingen: Dr. Johannes Böer und Gerald Tomenendal vom Klinikverbund Südwest im SZ/BZ-Interview zum neuen Alltag in den Kliniken / Rückbau der Fieberambulanzen

  • Michael Knese von der Sicherheitsabteilung des Klinikverbunds Südwest misst gemeinsam mit seinem Team von jedem Besucher und Patienten im Sindelfinger Krankenhaus die Temperatur. Bild: Groß

  • Dr. Johannes Böer, der Chefarzt des Zentrums für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin am Klinikum Sindelfingen. Bild: de Maddalena/z

  • Gerald Tomenendal, der Regionaldirektor des Klinikum Sindelfingen/Böblingen. Bild: z

Die Welle an Corona-Patienten hat die Kliniken nicht so hart, wie noch im März befürchtet, getroffen. Dennoch spielt das Coronavirus im neuen Klinikalltag nach wie vor eine große Rolle – sei es beim Umgang mit Besucherregeln oder in Hinblick auf die anstehenden Reisezeit.

Die SZ/BZ hat mit Gerald Tomenendal, dem Regionaldirektor des Klinikums Sindelfingen/Böblingen und Dr. Johannes Böer, dem Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in Sindelfingen über die Lage, den Klinikalltag und die Vorbereitungen für eine mögliche zweite Welle gesprochen.

 

 

 

 

Wie sieht aktuell die Lage an den Kliniken aus?

 

 

Gerald Tomenendal (Bild: z): „Wir sind nicht mehr im Krisenmodus und wieder zurück im Alltag, doch es herrscht noch lange keine Routine. Das Coronavirus wird uns weiter begleiten. In Zukunft wird daher die Frage sein, wie wir Corona in den Klinikalltag integrieren.“

 

 

Gibt es darauf schon Antworten?

 

 

Gerald Tomenendal: „Wir sind permanent dabei unsere Strukturen der Situation anzupassen. Die Rahmenbedingungen im Umgang mit dem Coronavirus an den Kliniken werden allerdings durch die Corona-Verordnungen des Landes festgelegt. Wir können nur im ständigen Informationsaustausch um Verständnis bei unseren Patienten und Mitarbeitern für die zum Teil sehr einschränkenden Maßnahmen werben.“

 

 

Welche Besucherregelungen gelten derzeit in den Kliniken?

 

 

Gerald Tomenendal: „Die Besucher müssen symptomfrei sein und eine Körpertemperatur unter 37,5 Grad Celsius haben. Sollte es notwendig sein, dürfen die Patienten von einer Person begleitet werden. Pro Patient darf am Tag ein Besucher in die Klinik kommen. Außerdem sind wir angehalten jeden Besucher und Nicht-Stationären-Patienten zu registrieren. Die Daten werden, ähnlich wie in der Gastronomie, über einen gewissen Zeitraum gespeichert und dann vernichtet.“

 

 

 

 

 

Wie reagieren die Menschen auf diese Regelungen?

 

 

Gerald Tomenendal: „Wir nehmen in letzter Zeit wahr, dass ein Teil der Menschen die Vorsicht im Umgang mit dieser Pandemie verloren hat. So ist auch der Besucherstrom in den Kliniken wieder massiv angestiegen..."

 

 

Das komplette Interview steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de

 

 

 

 

 

Die Zahlen im Überblick

 

 

Stationäre Patienten im Klinikverbund:
Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in den Häusern in den Kreisen Böblingen und Calw 1337 stationäre Covid-19-Patienten behandelt, davon entfallen allein 1053 Patienten auf den Kreis Böblingen.
- rund 200 der Patienten (verbundweit) benötigten eine intensivmedizinische Behandlung.
- das Durchschnittsalter der stationären Covid-19-Patienten beträgt etwa 70 Jahre. Die Altersstruktur der Patienten reicht dagegen vom Baby bis 100 Jahre.
- rund 9 Prozent der stationären Covid-19-Patienten sind verstorben.
- aktuell gibt es zwei stationäre Covid-19-Patienten in den Häusern des Klinikverbundes. Beide befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung, einer wird beatmet.