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Von unseren Redakteur 
Hansjörg Jung · 10.07.2020

Bus und Bahn in Böblingen und Sindelfingen: „Klar, dass wir beim Stadtverkehr nachbessern müssen“

Sindelfingen/Böblingen: SZ/BZ-Interview zum Stadtverkehr mit den Baubürgermeisterinnen und den Oberbürgermeistern der beiden Städte

Was ist dran am neuen Stadtverkehr? Wie weit sind die beiden Städte mit ihren Zielen, den ÖPNV attraktiver zu machen und mehr Menschen in die Busse zu bekommen. Danach fragte SZ/BZ-Chefredakteur Jürgen Haar die OB's und Baubürgermeisterinnen von Böblingen und Sindelfingen. Bild: Hamann

Zum Teil schlechte Anbindungen an Schulen und S-Bahn – nach rund einem halben Jahr neuer Stadtverkehr wird an dem Konzept viel Kritik geübt. Deshalb lud Chefredakteur Jürgen Haar die Verantwortlichen in den beiden Rathäusern zum Gespräch in die Redaktion.

Das Interview führte Jürgen Haar mit den beiden Baubürgermeisterinnen Dr. Corinna Clemens aus Sindelfingen und ihrer Böblinger Amtskollegin Christine Kraayvanger und mit den beiden OBs Dr. Bernd Vöhringer und Stefan Belz.



Nach einem halben Jahr neuer Stadtverkehr in Sindelfingen und Böblingen: Wie würden Sie den Zustand zwischen „phänomenal“ und „Ziel verfehlt“ einschätzen?



OB Dr. Bernd Vöhringer: „Ich bin durchaus zufrieden, wenn man sieht, woher wir kommen. Bei unseren Zielen – Klimaschutz und zukunftsfähige Mobilität – spielt der Busverkehr eine zentrale Rolle. Deshalb wollen wir den öffentlichen Personennahverkehr ausbauen, attraktiver machen: Wir haben nun 30 Prozent mehr Fahrleistung, Verlässlichkeit in Randzeiten und einen gleichmäßigen Takt. Es ist klar, dass wir nachbessern müssen, denn bei einem solch umfassenden Systemwechsel kann man in der Konzeptphase nicht alles bis ins letzte Detail erfassen. Aber im Großen und Ganzen ist die neue Konzeption des Stadtverkehrs zufriedenstellend gelungen, bei allem Nachbesserungsbedarf.“


OB Dr. Stefan Belz: „ Was beispielsweise noch nicht richtig funktioniert, sind teilweise die Anbindungen an die S-Bahnen und an die Schulen. Das versuchen wir mit der Firma Pflieger und dem Landkreis bestmöglich zu korrigieren. Dazu gibt es Sofortmaßnahmen, die ab August gelten sollen. Dafür werden wir mehr Geld in die Hand nehmen. Sie sehen: Die Städte reagieren schnell.“



Sie kennen ja die Giftliste mit den Kritikpunkten. Einer davon ist ja auch die Verbindung vom Hinterweil an die Böblinger Schulen.


Dr. Corinna Clemens: „13 Minuten früher aufstehen zu müssen, um den Bus zu erreichen halte ich für ein Luxusproblem. Die Verbesserungen im System sind doch wichtig: Früher fuhr im Hinterweil zu manchen Zeiten am Wochenende gar kein Bus. In unserer flächigen Siedlungsstruktur können wir leider nicht jedes Ziel mit jedem ideal per Bus miteinander verbinden.“ 


Das gesamte Interview steht auf www.szbz.de