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Von unserem Redakteur 
Jürgen Wegner · 10.12.2019

Böblinger Haie machen fette Beute

Die Cheerleader der SVB räumen bei den Baden-Württemberg Cheermasters am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar ab

  • Trainerin Melissa Rogina mit Pokal

  • Teamarbeit

  • Mit einer starken Mannschaft reisten die Sharks zu den Cheermasters nach Heidelberg und räumten ab.

  • Körperspannung.

  • Flugeinlage.

  • Flick-Flack: normal.

Einen Sack voller Erfolge haben die Sharks der SV Böblingen von den Baden-Württembergischen Cheermasters nach Hause gebracht. Zwei von drei Teams gewannen am Olympiastützpunkt in Heidelberg ihre Kategorien. Dazu sprang ein 3. Platz für die Delegation der akrobatischen Haie heraus.

„Für solche Tage trainieren wird hart, zum Teil mehrmals die Woche“, sagt Cheftrainerin Melissa Rogina. Seit 2013 ist sie bei den Sharks am Start und war schon vorher Gardetänzerin im Ehninger Karnevalverein war. Zusammen mit Timo Drieselmann leitet sie das Training. 50 Mitglieder stehen bei Vorstand Tanja Heiling auf der Liste. Trainiert wird dienstags in Eichendorffschule in Böblingen, die Größeren haben ihre zweite Einheit donnerstags, vor bedeutenden Wettkämpfen wird das Programm aufgespeckt, dann auch im Paladion wie bei der Generalprobe für die Baden-Württembergischen Cheermasters.


Kleine Haie, weiße Haie


Apropos die Größeren: In drei Altersstufen sind die Haie eingeteilt. Die so genannten Peewees sind die Jüngsten und bis elf Jahre alt und nennen sich „Little Sharks“, bis zum Alter von 15 treten die Böblinger als „Hammerheads“ auf, also als Hammerhaie. Und die Großen – wie könnte es anders sein – sind die „Great White Sharks“, also die großen, weißen Haie. Obwohl die Böblinger nicht am Ligabetrieb eines Verbands teilnehmen, sind die einzelnen eng Stufen an Geburtsdaten geknüpft, denn bei Wettkämpfen soll es auch in dieser Hinsicht fair zugehen. Konkurrenz gibt es im Kreis Böblingen zum Beispiel mit den „Eagles“ – den Cheerleadern des VfL Herrenberg – oder der „X-Plosion“ des IBM Klubs, „und natürlich etlichen Formationen aus Stuttgart“, sagt Melissa Rogina.


Bei den großen Kräftemessen räumen die Böblinger mittlerweile ab. So hatte es schon bei den Bayern Cheermasters im Juli reihenweise Platzierungen gegeben mit der Krönung durch Platz eins der Weißen Haie. Jetzt in Heidelberg setzten sich die Hammerhaie im „Eurocheer Junior Allgirl, Level 3“ durch. Der geschlechtergemischten Stunt-Gruppe gelang das sogar in Level 6 – mehr geht nicht.


Die Queen Sharks hatten ebenfalls in der höchsten Klasse noch größere Konkurrenz und landeten auf dem dritten Platz. Melissa Rogina: „Vor allem auf die hohe Punktzahl sind wir hier sehr stolz.“ Damit nicht genug: Jetzt haben sich die Sharks mit einigen Teams sogar für die „Legends of Cheersport“ nächstes Jahr in Koblenz qualifiziert, wo die jeweils besten von allen Masters gegeneinander antreten.


Die Zeiten sind somit längst vorbei, als es beim Cheerleading ausschließlich darum ging, möglichst hübsche Mädchen puschelwedelnd attraktiv an den Spielfeldrand zu stellen. Mancher möchte da schon gar nicht mehr mitgehen. Ausgerechnet Alba Berlin macht hier den Vorreiter, Deutschlands große Basketballnummer mit ihren preisgekrönten Cheerleadern will das so nicht mehr haben. „Das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents passt nicht mehr in unsere Zeit“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi. Nach 25 Jahren gibt es diesen Act nicht mehr bei Alba.


Melissa Rogina kann das nicht wirklich nachvollziehen: „Wir sind doch längst in einem Zeitalter angekommen, in der jeder für sich selbst entscheiden darf, wie und wo er sich präsentiert. Die Alba-Cheerleader haben das gerne gemacht und jetzt wird ihnen ein Podium genommen. Dass diese Sportart sexualisiert wird, ist schade. Die Entscheidung in Berlin fiel vor einer altertümlichen Vorstellung.“


Die ganze Geschichte steht auf www.szbz.de und am Mittwoch in der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung


Zum Video geht es hier