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27.03.2018

Böblingen: So lief die Entschärfung der Bombe

  • Bilder: SDMG/Dettenemeyer

  • Frank Marino wohnt mit seine Familie im Orplid-Hochhaus und fand beim Suchen nach alten Münzen auf dem Feld eine Fliegerbombe.

Auf einem Feld in der Nähe des Genker Wegs in Böblingen wurde eine amerikanische 50-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Um 22.30 Uhr ist die Bombe entschärft.

Um 22.07 Uhr  kommt die Meldung von der Feuerwehr-Einsatz-Zentrale: "Die Evakuierungsmaßnahmen sind nun abgeschlossen und das Gebiet wurde zusätzlich mit einer Drohne mit aufmontierter Wärmebildkamera kontrolliert. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnt nun mit der Entschärfung der Fliegerbombe."

Entdeckt hat der 36-jährige Frank Marino die Fliegerbombe. Der Hobbyarchäologe war schon öfter mit seinem kleinen Metalldetektor auf dem Feld unterwegs. Die Genehmigung zur Suche nach den alten Münzen hatte er von dem Landwirt erhalten. Doch auf solch einen Fund, war der 36-jährige, der mit seiner kleinen Familie im anliegenden Orblid-Hochhaus wohnt, nicht vorbereitet. „So etwas habe ich noch nie entdeckt“, sagt Frank Marino, der als Fitnesstrainer auf der Hulb arbeitet.
„Zuerst dachte ich, ich hätte einen Wehrmachtshelm oder so gefunden. Es war aus Eisen und hatte eine leicht runde Oberfläche. Doch als ich anfing es auszugraben, bemerkte ich, dass es viel größer war“, berichtet Frank Marino der SZ/BZ vor Ort.

Um 19 Uhr begann die Evakuierung. Nach Angaben der Polizei wurde im Umkreis von 200 Meter um den Fundort evakuiert, betroffen sind etwa 850 Bewohner.  Die Polizei und Feuerwehr informiert vor Ort, wer direkt von der Räumung betroffen ist. Die Sammelstelle ist in der Kongresshalle. Es fahren drei Busse zur Sammelstelle: ein Bus ab Pontoiser Straße, zwei Busse ab Amsterdamer/Ecke Gelener Straße. Alle Anwohner, die sich zur Zeit auf der Heimfahrt befinden, werden von der Stadt gebeten, direkt die Kongresshalle anzufahren.

Es dauert aber bis nach 22 Uhr, ehe der KMBD mit seiner Arbeit beginnen kann. Polizei und Feuerwehr müssen mehrere Anwohner nachdrücklich auffordern, ihre Wohnungen zu verlassen. Nach knapp einer  halben Stunde ist die Bombe entschärft, die Bewohner können noch vor Mitternacht zurück in ihre Wohnungen.