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Von Uli Meyer · 25.09.2022

Böblingen holt einen Punkt gegen den VfB

David Scheufele trifft per Siebenmeter

Der Böblinger Claudius Müller umringt von mehreren VfB-Spielern. Bild: photostampe

Nur Unentschieden in einem Heimspiel gegen den Aufsteiger? Wer bei den Böblinger Hockeyspielern nach Schlusspfiff des Saisonauftaktspieles gegen den VfB Stuttgart enttäuschte Gesichter vermutete, hatte sich getäuscht.

Hockey. Das 1:1 gegen den Neuling in der 2. Regionalliga Süd hatte aus SVB-Sicht ebenso gepasst wie die Leistung. „Diesen Punkt gegen einen richtig starken Aufsteiger haben wir uns mit einer unfassbar kämpferischen Leistung verdient“, drang aus dem Fazit von Böblingens Trainer Philip Richter viel mehr Zufriedenheit hervor.


Das Selbstbewusstsein der Gäste bekamen die Böblinger vor allem im ersten Spielviertel zu spüren. Nach vorne agierte da praktisch nur der VfB Stuttgart. Angetrieben von ihren beiden kenianischen Nationalspielern schnürten die Landeshauptstädter das SVB-Team zeitweise regelrecht hinten ein. Doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Böblinger in der Lage waren, sich um Kapitän Claudius Müller und Jakob Kohlhas im Zentrum der Abwehr zu behaupten.


Ein einziges Mal konnten sich die technisch starken Kenianer richtig durchsetzen, und prompt vollendete Danstone Babwire nach 13 Minuten zum 0:1. In der zweiten Viertelstunde entwickelten die Gastgeber dann mehr konstruktives Spiel nach vorne, gleich ergaben sich auch gefährliche Situationen im VfB-Schusskreis. Bei der zweiten SVB-Strafecke klatschte der Schlenzball von Müller an den Pfosten. Aber nach 25 Minuten war der gerechte Ausgleich hergestellt. Nach einem langen Ball auf den linken Flügel entwickelte der Böblinger Angriff eine Überzahl, am Ende konnte ein Stuttgarter Verteidiger nur noch regelwidrig mit dem Körper für den geschlagenen Torwart retten – Siebenmeter. Und den wuchtete David Scheufele unhaltbar zum 1:1 unter die Latte.


In der zweiten Halbzeit gelang es den Böblingern über weite Strecken, den Spielrhythmus zu bestimmen und den Gegner erst gar nicht mehr in gefährliche Abschlusssituationen kommen zu lassen. „Wir haben richtig stark verteidigt“, lobte Richter seine Spieler später. Dazu gehörte auch Neuzugang Lars Kötter. Der 23-Jährige lieferte auf beiden Außenverteidigerseiten ein ordentliches Debüt. „Ganz zufrieden war ich mit meiner Leistung nicht. Defensiv war’s gut, aber nach vorne geht sicher noch mehr“, sagte Kötter und traf damit gleichzeitig auch eine richtige Einschätzung zum gesamten SVB-Spiel. Manche Kontergelegenheiten ließen die Hausherren ein bisschen leichtfertig liegen. Chancen, den Spielstand komplett zu drehen, boten sich eigentlich nur bei den Strafecken. Da hatte Böblingen insgesamt fünf Versuche (VfB: null), doch immer wieder scheiterte Claudius Müller am guten Gästeschlussmann Denis Berrer. „Da müssen wir im Training noch einmal intensiv ran und uns Varianten überlegen, um die Effektivität zu erhöhen“, will Philip Richter an der Standardsituation feilen lassen.


In den letzten vier Minuten tauchte Stuttgart plötzlich noch dreimal gefährlich vor dem SVB-Gehäuse auf. Torwart Felix Lampert mit zwei starken Paraden und einmal sogar der Pfosten retteten den Punkt. „Gegen diesen starken Aufsteiger VfB werden wahrscheinlich auch andere Mannschaften noch Punkte liegen lassen“, sind sich Trainer Richter und Kapitän Müller einig. Das 1:1 war das beste Resultat für Georgios Panagis: Der langjährige SVB-Sympathisant drückte am Spielfeldrand der Böblinger Mannschaft die Daumen, sah jedoch seinen Sohn Matteo im VfB-Dress mitwirken. Am Ende hatte keiner verloren.


SV Böblingen: Lampert, Müller, J.Kohlhas, Oberle, Kötter, Schlichtig, Ciafardini, Scheufele, Peikert, Kranz, Benz, Maack, Rein, Stefani, Wüterich, Fischer, M.Haller