Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber · 09.05.2019

Böblingen: Elbenplatz soll umgebaut werden

Die Pläne dazu sind im Technischen Ausschuss des Gemeinderats heftig umstritten - ebenso wie die Sperrung des Postplatzes

Der Böblinger Elbenplatz soll umgestaltet werden. Drei Monate lang soll getestet werden, ob und wie das funktionieren kann. Bild: Jung/A

Soll es Autofahrern in der Böblinger Stadtgrabenstraße künftig verboten werden, geradeaus in Richtung Herrenberger Straße weiterzufahren oder links in die Poststraße abzubiegen? Mehrheitlich hat sich der Technische Ausschuss dafür ausgesprochen, diesen Plan zur Umgestaltung des Elbenplatzes drei Monate lang auszuprobieren.

Bislang haben Autofahrer in der Böblinger Stadtgrabenstraße drei Optionen:Sie können links in die Poststraße abbiegen, um entweder den Schlossberg zu umrunden oder etwa nach Schönaich oder in Richtung Tannenberg weiterzufahren. Zweitens ist die Weiterfahrt geradeaus indie Herrenberger Straße möglich. Die dritte Option ist das Abbiegen nach rechts in Richtung des Kreisels auf dem Friedrich-List-Platz und Wolfgang-Brumme-Allee.

 

Besserer Verkehrsfluss?

 

 

Geht es nach Dr. Frank Gericke vom Verkehrsplanungsbüro Modus Consult sollen die ersten beiden Optionen in Zukunft wegfallen: Aus der Stadtgrabenstraße wäre nur noch das Abbiegen nach rechts möglich, die Verbindungen zur Poststraße und Herrenberger Straße würden wegfallen. Wer nach Schönaich oder Herrenberg weiterfahren möchte,müsste im List-Kreisel wenden, oder von vorneherein den Umweg über die die Sindelfinger Straße fahren.

 

 

Frank Gericke erhofft sich von dieser Maßnahme nicht nur eine Aufwertung der Stadtgrabenstraße, sondern auch eine Verbesserung des Verkehrsflusses rund um den Elbenplatz.

 

 

Durch den Wegfall zweier Abbiegespuren in der Stadtgrabenstraße könnten die anderen Ampeln rund um den Elbenplatz länger Grün bekommen. Simulationen des Verkehrsflusses hätten ergeben, dass dadurch insbesondere die bislang problematischen Kreisverkehre entlastet würden. "Das Problem sind nicht dir Kreisverkehre", sagt Frank Gericke, "sondern das zähe Abfließen des Verkehrs aus diesen Kreisverkehren."

 

 

Die Reduzierung auf nur eine Spur in der Stadtgrabenstraße hätte drei weitere Vorteile. Erstens könnte den Fußgängern mehr Platzeingeräumt werden, etwa durch eine Mitteleinsel. Zweitens wäre Platz, um das Radwegenetz in der Stadtgrabenstraße auszubauen. Drittens hätten die Einzelhändler in der Stadtgrabenstraße mehr Platz, um ihre Angebote attraktiver zu präsentieren.

 

 

Unter anderem beim Gewerbeforum stoßen die Pläne auf heftigen Widerstand. "Eine eigene Linksabbiegespur kommend von der Stadtgrabenstraße in die untere Poststraße sieht die überwiegende Mehrheit als zwingend an", heißt es in einem Schreiben von Berit Erlbacher, in dem die Vorsitzende des Gewerbeforums die Stimmungslage ihrer Mitglieder zusammenfasst.

 

 

Der komplette Artikel steht am Freitag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de