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Von unserer Mitarbeiterin Rebekka Schütz · 21.03.2017

„Blumen sind meine große Liebe“

Sindelfingen: Das Herz der Floristmeisterin Brigitte Ebner schlägt für Blüten und Pflanzen

Sag es mit Blumen: Brigitte Ebner vom Blumenhaus Stach

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>Rosen, Tulpen, Nelken – Blumen überbringen Botschaften. Nicht umsonst gibt es die Redewendungen seinem Gegenüber etwas unverblümt oder durch die Blume zu sagen. Die rote Rose etwa ist weltweit das Symbol der Liebe schlechthin. Das Herz von Floristmeisterin Brigitte Ebner schlägt für die verschiedensten Blumen. So hat sie auch beruflich ihre große Liebe gefunden.

1970 eröffnete Walburga Stach ihr Blumenhaus in Sindelfingen. Von der Leidenschaft der Mutter angesteckt, absolvierte Brigitte Ebner eine Floristik-Lehre und schloss ihre Ausbildung auf der Meisterschule ab. Im Jahr 2000 übernahm sie schließlich den Laden von ihrer Mutter. „Es war für mich immer klar, dass ich diesen Beruf ausüben möchte“, so Ebner. „Blumen sind meine große Liebe, das kann ich durch meinen Beruf den ganzen Tag im Laden ausleben.“ In ihrem Blumenhaus bietet sie neben jahreszeitlich wechselnden Schnittblumen wie Tulpen, Narzissen, Anemonen oder Bouvardien auch verschiedene Pflanzen von regionalen Gärtnereien an. Die Frage nach der Lieblingsblume kann die Floristmeisterin nicht beantworten. „Ich liebe alle meine Blumen“, so Brigitte Ebner. Allerdings schlägt ihr Herz für besondere Blumen wie Christrosen oder Schachbrettblumen und für alle kleinen Blüten.

„Jede Farbe und jede Blume hat eine bestimmte Bedeutung“, erklärt die Floristmeisterin, die sich eine Zeit lang mit der Sprache der Blumen beschäftigte. In Deutschland etwa wurden ab der Epoche des Rokoko mit Blumen Botschaften an den Liebsten versendet. Neben der Farbe und der Blüte, hatten auch die Anzahl und die Kombination der verschiedenen Blüten eine besondere Bedeutung. So steht etwa das Vergissmeinnicht für die Treue, die weiße Lilie für die Reinheit Marias oder das verschenkte blaue Veilchen für die Bitte um Geduld. „Heute weiß allerdings kaum einer noch die genaue Bedeutung der verschiedenen Blumen.“ „Die Blumensträuße werden nach Gefallen und dem Herzen zusammengestellt.“ So ist kein Strauß wie der andere, sondern mit unendlich vielen Möglichkeiten auf den Empfänger abgestimmt.

An Tagen wie dem Valentinstag, dem Muttertag oder auch im Advent, sind Blumen als Geschenk sehr beliebt. Während am Valentinstag eine langstielige, rote Rose das Herz der Angebeteten höher schlagen lässt, sind am Muttertag eher Sträuße beliebt. „Wir verkaufen Emotionen, und unsere Blumen können das Herz der Menschen berühren“, sagt Ebner. „Blumen können jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Wenn allerdings ein Mann ihren Laden betritt und einen schnellen Strauß zum Mitnehmen möchte, klingeln bei der Ladeninhaberin mittlerweile die Alarmglocken. Denn nicht selten stellte es sich nach ein paar gezielten Fragen heraus, dass der Strauß nicht etwa als Geschenk in letzter Minute gedacht war, sondern für die standesamtliche Hochzeit gebraucht wurde. „Die Standesamt-Sträuße werden kürzer gebunden als normale Sträuße. Die Braut muss ihn bequem halten können“, so Ebner.

Wenn es um den Tag der großen Liebe geht, sind Blumen ein Muss für die Floristmeisterin. Neben der Dekoration der Hochzeits-Location, der Kirche und des Autos stattet das Team vom Blumenhaus Stach auch die Trauzeugen, den Bräutigam und die Braut mit frischen Blumenkreationen aus. „Der Brautstrauß ist das wichtigste Accessoire einer Braut“, so Ebner. Egal ob klassisch runde Sträuße, elegante Wasserfall-Kreationen oder ausgefallene Formen wie Regenschirme oder Blumen-Taschen – kein Wunsch ist der Floristmeisterin zu speziell. „Die Techniken sind genial geworden“, sagt Ebner. Doch trotz imposanter Kreationen sei der klassische, runde Brautstrauß nach wie vor am beliebtesten.

„Zurzeit geht der Trend in Sachen Brautstrauß in Richtung Vintage-Stil“, erklärt Ebner. „Die Sträuße sind kleinteilig und fein im Farbton zusammengestellt und mit einem Spitzenband abgewickelt.“ Natürlich durften bei ihrer eigenen standesamtlichen Hochzeit frische Blumen nicht fehlen. „Ich hatte einen abfließenden Strauß mit verschiedenen Farben und kleinblütigen Blumen“, erinnert sich Ebner. Außerdem trug sie an ihrem großen Tag einen Hut mit Blumenschmuck. Auch ihr Mann wurde mit einem langen Blumen-Anstecker von der Schulter bis zur Brust ausgestattet. „Ich habe zu ihm gesagt, dass er eine Floristin heiratet, da muss er mit viel Blumenschmuck am Hochzeitstag rechnen.“