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Von unserem Mitarbeiter Bernd Heiden · 15.07.2019

Blasmusik-Feuerwerk in der Stadthalle

Sindelfingen: Stehende Ovationen beim Biennale-Winds-Konzert mit dem Landespolizeiorchester und einem Sindelfinger Jugendorchester

  • Beeindruckender Klangkörper: Das Landespolizeiorchester und das aus Sindelfinger und Maichinger Nachuchskräften gebildete Jugendblasorchester. Bilder: Dettenmeyer

Den Biennale-Supersonntag mit 5 Ausstellungseröffnungen in Stadtmuseum und städtischer Galerie besiegelte am Abend das Blasorchesterprojekt „Biennale Winds“ in der Stadthalle. Sindelfinger und Maichinger Bläsernachwuchs und das Landespolizeiorchester (LPO) zündeten ein Musikfeuerwerk.

Wer war da wie nochmal zusammen auf der Bühne? Nicht ganz ernsthaft kreierte dazu Timo Kächele, Initiator des Biennale-Windsprojekts, in Personalunion Posaunist im LPO und Leiter der Jugendkapelle der Musikkapelle Maichingen in der Moderatorenrolle ein alle Aktiven erfassendes Namensmonster: Landesbiennale-Winds-Jugend-Polizei-Projektorchester.

 

Musikdirektor Markus Nau, SMTT-Chef und Leiter des Jugendblasorchesters der Stadtkapelle Sindelfingen hatte das Projekt zuvor analytisch-aufgedröselt: Wenn die Darmsheimer beteiligt wären, würde hier mit dem Jugendblasorchester, der Jugendkapelle und der Realschule Hinterweil ein Sindelfinger Gesamtjugendorchester aufspielen. Dieses war um wenige Kräfte aus den hiesigen Stammkapellen – etwa Anke Bretzler an der Oboe von der Stadtkapelle Böblingen – verstärkt.

 

 

Diese von der Jugend dominierte, knapp 50 Köpfe starke Bläsertruppe vereinte sich nach der Pause unter Leitung von LPO-Chefdirigent Prof. Stefan Halder zum rund 80 Köpfe starken Biennale-Projektorchester. Das Hallendach der Stadthalle drohte dennoch zu keiner Zeit auch bei dieser Maximalbesetzung wegzufliegen. Denn trotz knapper Gesamtprobenzeit war es Stefan Halder hörbar gelungen, der Jugend zu vermitteln, in der Großbesetzung nicht plötzlich um das eigene Leben zu blasen, sondern auf die Mitspieler zu hören und die Maxime zu beherzigen: Klangkultur ist Trumpf.

 

 

Im von Stefan Halder dirigierten Soloblock des Polizeiorchesters lässt das LPO vor der Pause indes mit Armenische Tänze von Alfred Reed, dem wild Volkstumskitsch, Romantik und Avantgarde verwurstenden „Die Echaz“ (Gollnau/Mittl), einer Jazz-Suite mit Soloposaunen-Auftritt Timo Kächeles und einem Medley badischer Pop-Heroen (Bilder – Best of Baden von Thomas Förster) anklingen, wie diese im Jugendorchester angelegten Tugenden klingen, sofern sie kombiniert mit spieltechnischen Hochschwierigkeiten von einem Top-Orchester zu voller Blüte entfaltet werden.

 

 

OB Dr. Bernd Vöhringer zeigte sich begeistert von dieser Vorstellung und kündigte an, es werde bereits sondiert, das LPO in die Aboreihe „Musik für Sindelfingen“ einzubauen. Der Konzerterlös von über 4500 Euro geht an das Deutsche Kinderhilfswerk.

 

 

Der komplette Artikel steht am Dienstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de