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Von unserem Mitarbeiter Thomas Oberdorfer · 04.04.2016

Bergauf Kraft sparen für die Abfahrt

Sindelfingen: E-Bike-Symposium von Sportivo und SZ/BZ mit überraschenden Erkenntnissen

Nach etwa dreieinhalb Stunden erreicht die Gruppe um Daniel O. Fikuart ihr Ziel, den Hof des Fahrradfachhändlers Sportivo. Dort war auch der Start. 25 Kilometer haben die 15 Teilnehmer absolviert, während der Fahrt am Sindelfinger Hallenbad vorbei, durch das Hölzertal, zum Katzenbacher Hof und zurück etliche Pausen eingelegt. Das Fazit der Radler ist eindeutig: „Das war spitze“. „Das war ganz große Klasse.“ „Ich bin total begeistert“. Das ist ein Auszug aus den Reaktionen.

Fikuart ist Chefredakteur und Herausgeber des Fachmagazins „Elektrorad“. Er war zu Gast beim fünften Elektrorad-Symposium, das die Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung gemeinsam mit dem Fachhändler Sportivo am vergangenen Samstag organisiert und durchführt hat. Auf dem Ausflug hat Fikuart die Teilnehmer bei den Zwischenstopps über verschiedene Aspekte zum Thema E-Bike informiert. In den vorangegangenen Symposien wurden diese Themen durch Fachvorträge abgehandelt. „Dieses Konzept haben wir geändert. Wir haben die Themen sozusagen auf die Strecke gebracht, wo sie auch hingehören“, sagt Jürgen Lindner, gemeinsam mit Thomas Schlosser Inhaber von Sportivo.

„Ich mache den Teilnehmern von Anfang an klar, dass ein E-Bike ein Fahrrad mit Hilfsmotor ist“, sagt Fikuart. Sprich, trotz der Unterstützung des Motors sind viele Punkte zu beachten, wie bei einem Rad ohne Motor. Stimmt die Sitzhöhe, ist der Lenker optimal justiert? Ist es überhaupt das geeignete Rad. Diese Themen bespricht Fikuart ebenso wie die Themen Akku, Motorleistung, Ladezyklen, richtiges Schalten. Er gibt durchaus auch Kaufempfehlungen, bevorzugt dabei keine bestimmte Marke, sondern weist auf die Vorzüge der jeweiligen Mitbewerber hin. „Ich bin unabhängig und kann daher glaubhaft meinen Standpunkt vertreten“, sagt Fikuart.

Der Trend hin zum Elektrorad ist ungebrochen. Im vergangenen Jahr hatten diese Räder mit Elektromotor einen bundesweiten Marktanteil von 21 Prozent, in diesem Jahr steigt er weiter an. „Bei uns haben die E-Bikes inzwischen einen Anteil von über 50 Prozent“, sagt Lindner. Die Nachfrage sei derart enorm, dass die Produzenten teilweise nicht mehr in der Lage sind, zu liefern. Lindner: „Wenn man als Händler nicht rechtzeitig und die richtigen Mengen bestellt hat, bekommt man jetzt keine Räder mehr in den Laden.“

Ein Grund für den ungebrochenen Boom ist für Lindner, dass es inzwischen E-Bike-Varianten für alle Fahrradtypen gibt. Für die Trekkingräder, die Stadträder, die Mountainbikes, Lastenräder, Klappräder oder auch Tandems. Große Unternehmen wie Bosch, Panasonic oder Yamaha haben das E-Bike-Geschäft für sich entdeckt und leistungsfähige Motoren entwickelt.

Für Daniel O. Fikuart ist Rad fahren mit einem E-Bike nicht nur das Absolvieren einer Strecke auf eine ökologische Art und Weise. Mit einem E-Bike „eröffnen sich ganz andere Horizonte, komplett neue Landschaften. Mit dem E-Bike kommt man bequem auf einen Berg, den man ohne Motorunterstützung nicht geschafft hätte, und kann Kraft sparen für die Abfahrt.“ E-Bike fahren halte jung, so Fikuart, es gebe einfach keine Grenzen mehr.

Ganz so hoch hinaus ging es beim E-Bike-Symposium von SZ/BZ und Sportivo nicht, dafür informierte Daniel O. Fikuart (kleines Foto) die Teilnehmer unterwegs über die Besonderheiten der E-Bikes. Bilder: z