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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 12.03.2018

Begeisterung in der Festhalle

Ostelsheim: Unterhaltungsabend des Gesangvereins

140 Jahre Gesangverein und 25 Jahre Gemischter Chor: Grund genug, aus dem Frühjahrskonzert einen Unterhaltungsabend zu machen. Mit Liedern, Sketchen und Auftritten im Duett und in kleinen Gruppen begeisterte der Gesangverein Ostelsheim das Publikum in der Festhalle.

Mit etwa 200 Besuchern waren nahezu alle Plätze in der Halle belegt. Ingrid Gehring, die Frau des Vorsitzenden, hatte den Bühnenrand und die Tische mit ihren Helferinnen frühlingshaft geschmückt: Osternester, Blumenkörbe mit Forsythien, Primeln und viel Grün. Dazu lagen kleine Papierblüten auf den Tischen.

Mit „Hereinspaziert“ aus der Operette „Der Schätzmeister“ begrüßte der Gemischte Chor unter Leitung von Stefan Blaich, der auch die Gruppen später am Klavier begleitete, das Publikum. Vorsitzender Erwin Gehring wünschte einen fröhlichen und unterhaltsamen Abend. Durchs Programm führte Harald Petersen von den Sängern. 1878 wurde der Gesangverein als Männergesangverein in Ostelsheim gegründet. Viele Unterlagen aus den Gründungsjahren gibt es nicht mehr, aber 1925 und 1953 richtete der Verein das damals übliche Wertungssingen im Westgau aus.

Bei dem Lied „Lass dir Zeit“ aus der Operette „Kellermeister“ dreht sich alles um Wein und Liebe, was der Kellermeister besingt. „Ein modernes Ehepaar“ besangen im Duett Erwin Gehring und Lilly Wick. „Man lebt nur einmal auf der Welt“ hieß es im Schlusssatz.

Ein Mann, der zu Hause nichts zu sagen hat, galt früher als Pantoffelheld. Erwin Gehring als Bariton und Vereinskassierer Norbert Feyhl als Tenor sangen das Lied „Wir Pantoffelhelden“ in zünftiger Hausmanns- und Hausfrauenkleidung. Beide hatten dazu Pflaster im Gesicht.

Dann kam der Sketch „Weibertratsch“. Vorhang auf, aber zunächst war nur ein großes schwarzes Tuch zu sehen. Dann kamen die Köpfe von vier Sängerinnen nacheinander von unten hinter dem Tuch vor. „Wir wollen’s wissen“ war die Devise. Danach gaben die vier Sängerinnen mit „Wir gratulieren“ ein Geburtstagsständchen.

In einer Zeitreise ging es ins 18. Jahrhundert, als im Alt-Wien die Wäschermädels ein wichtiger Berufsstand waren. Sie holten samstags die Wäsche in den Haushalten ab und brachten sie eine Woche später gewaschen wieder zurück. Sieben Sängerinnen kamen als Wäscherinnen verkleidet, wuschen und sangen das Lied der „Feschen Wäschermädels“.

Der Männerchor trug das Lied „Zu viele Pfunde am Hosenbunde“ mit einer Soloeinlage von Hans Feucht vor und Eleonore Klopfer las ein Gedicht des früheren Ostelsheimer Schuhmachers Karl Keppler, der in seiner Freizeit viele Gedichte geschrieben hat, vor. Er hatte dieses Gedicht den „Ostelsheimer Sängern“ gewidmet.

Mit dem gemeinsamen Lied zusammen mit dem Publikum, „Nun geht der Tag zu Ende“, endete auch die Jubiläumsfeier.

Sängerinnen bei dem Lied „Die feschen Wäschermädels“. Bild: Richter