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Annette Nüßle · 10.02.2019

Begeisterung beim "Tanz aus der Reihe"

Dance-Styles-Show des Tanzsportclubs im VfL Sindelfingen in der ausverkauften Stadthalle

  • Bilder: Nüßle

"Tanz aus der Reihe" hieß das diesjährige Motto der Dance-Styles-Show des Tanzsportclubs im VfL Sindelfingen. Es ließ sich nicht auf die einzelnen Tänzer übertragen, sondern war Motivation und Rahmenhandlung der rund zweistündigen Show mit rund 360 Kindern, Jugendlichen sowie einigen Erwachsenen in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Sindelfinger Stadthalle.

Neben der Choreografie für ihre eigenen Tanzgruppen kümmerten sich Maren Spengler, Olivia Musleh und Maike Leditzky um die gesamte Organisation. "So etwas kann nur funktionieren, wenn alle Trainerinnen und Trainer ihre Kreativität einbringen und an einem Strang ziehen", sagte Klaus Richter stolz. Er ist seit Jahren nicht nur gemeinsam mit seiner Frau Christine dafür verantwortlich, dass jeder seine Eintrittskarten erhält und die Familien, Freunde und Verwandte gemeinsam einen Platz erhalten. Seine Kreativität und sein Erfahrungsschatz sind auch sonst immer gefragt. Als ehemaliger Clubchef und Ehrenmitglied im Hauptverein bringt er das Geheimnis des Erfolges auf den Punkt: "Jeder braucht im Sport ein Ziel und für all diese Kinder und Jugendlichen ist es das Ziel, hier einmal mitzutanzen. Deshalb darf auch jeder mittanzen, ganz egal wie lange er schon dabei ist."

Was wäre eine solche Show ohne die zahlreichen Helfer im Hintergrund. Da wurde Backstage geschminkt, beim Anziehen der jeweiligen Kostüme geholfen und die Gruppen vor und nach ihrem Auftritt jeweils betreut. Auch das Kuchenbüfett für die Pause war wieder reichhaltig. "Es ist überhaupt kein Problem die rund 55 Kuchen zusammenzubekommen", sagt Ingrid Bauer und erfüllt Wünsche nach Muffins, Käsekuchen oder Obstkuchen. "Der Zusammenhalt auch über die einzelnen Gruppen hinweg ist einfach klasse und jeder bringt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten ein. Während die einen beim Schneidern der Kostüme helfen, backen andere oder helfen während der Show."

Die Show kam beim Publikum erstklassig an. "Sei du selbst, sei frech, wild und wunderbar" waren nur einige der Tipps die Kimi, dargestellt von Kim Schneider, von ihrer "Mama", Tülun Bakacs, erhielt, als sie traurig nach Hause kam und sich ausgegrenzt und so anders als alle anderen fühlte. Die Ratschläge aus dem Buch der Mutter und der Großmutter bildeten das Bindeglied zwischen den einzelnen Darbietungen und verdeutlichten die Aussage, dass jeder Mensch etwas ganz Besonderes ist.

Jeder in einer Tanzgruppe hat ganz eigene Talente und ist eine eigene Persönlichkeit, und trotzdem oder gerade deswegen ergänzten sich die jeweiligen Tänzer und präsentierten ein atemberaubendes Programm. Bereits beim zweiten Stück klatschte die voll besetzte Stadthalle begeistert mit und der Funke sprang über. Da flog die Gruppe von Christine Hermann als Hummeln über die Bühne, während die Hip-Hop-Gruppe von Moe Girao-Afonso mit ihrem Auftritt als einzige rein männliche Gruppe für viel Beifall sorgte.

Erstmals mit dabei waren auch die Standardtänzer des Vereins. Getreu dem Ratschlag von Kimis Mutter "Wenn du stolperst, flechte es in den Tanz deines Lebens ein" präsentierten sich die Paare nicht nur mit einem Walzer, sondern verwoben sich mit Bändern zu einem Ganzen. Federleicht huschte die Gruppe von Bettina Müller bei ihrem Schneeflockentanz über die Bühne, während es in der Choreografie von Olivia Paprtony im Stück "Make Love not War!" kraftvoller zuging. Die abschließende Präsentation der Plakate mit Sprüchen wie "Meine Nationalität?  Mensch!" oder "Kein Mensch ist illegal" sorgten für viel Beifall.

Mehr zur Show steht am Montag in der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung.

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