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23.02.2011

Baggerbisse in der ehemaligen Brauerei

Sindelfingen: In ein paar Wochen soll vom Schlanderer-Komplex nichts mehr zu sehen sein

Der Bagger hat schon kräftig zugebissen. Auf dem Areal stapeln sich mächtige Stahlträger, das Gelände ist von Bauschutt überzogen. Ein paar Wochen noch, dann soll von der ehemaligen Brauerei Schlanderer in Sindelfingen nichts mehr zu sehen sein. Stahl oder Glas müssen sauber getrennt sein, "deshalb ist ein solcher Abriss nicht mehr wie früher innerhalb von ein paar Tagen erledigt", sagt Baubürgermeister Johannes Mescher. Derweil stellt der Gemeinderat die nächsten Weichen für das Wohngebiet. Am morgigen Donnerstag berät der Technik- und Umweltausschuss, am 1. März sollen die Stadträte den Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan fällen. Vier Wochen lang können dann die Bürger die Pläne öffentlich einsehen und Bedenken vorbringen. Auch die Behörden kommen zu Gehör. Falls danach keine größeren Steine mehr im Weg liegen und der Investor - die Gerlinger Firma Schweizer Immo - das Baugesuch einreicht, könnte es schnell gehen und noch vor der Sommerpause der Wohnungsbau beginnen. Nach bisherigem Plan waren auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Areal rund hundert Wohnungen in Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern geplant, darunter 23 von der Sozialstation betreute Seniorenwohnungen im zweiten großen Gebäude an der Straße "Lange Anwanden". Weil es eben für diese betreuten Wohnungen eine große Nachfrage gab, soll es jetzt auch im Kopfgebäude an der Mahdentalstraße solche betreuten Wohnungen geben. Dabei hatte der Gemeinderat schon Ende September mit einer deutlichen Mehrheit den Plänen zugestimmt, die Wolfgang Schweizer und Jürgen Pfann von der Gerlinger Immobilienfirma, in Zusammenarbeit mit dem Sindelfinger Architekten und Grünen-Stadtrat Karl-Heinz Huschka, mehrfach geändert haben. Wegen Unstimmigkeiten bei der letzten öffentlichen Auslegung kommt der Plan jetzt erneut in die politischen Gremien. - weg /Bild: Stampe