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07.12.2017

Ausreden wird es immer geben

zu: „Mit dem Rad schnell durch den Wald“ (SZ/BZ vom 29. November)

Ich würde mir wünschen, dass die Mitglieder des Gemeinderats, denen die bestehenden Möglichkeiten mit dem Rad von Sindelfingen nach Stuttgart zu fahren noch nicht bekannt sind, sich vor der Abstimmung am 12. Dezember auf das Fahrrad setzen und die geplante Schnellradstrecke, als auch die vorhandenen Alternativen abzufahren. Die Wetterbedingungen sind dazu im Moment „bestens“ dafür geeignet.

Danach kann sich jedes Gemeinderatsmitglied eine Meinung bilden, ob sie/er bereit wäre, sollte eine Schnellradverbindung vorhanden sein, als Berufspendler nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad, täglich und nicht nur in den Sommermonaten, sondern auch bei Regen, Dunkelheit, Schnee und Kälte nach Stuttgart zu fahren und die Bereitschaft zum Umsteigen absolut davon abhängig ist, ob ein beleuchteter, mit Bewegungsmelder versehener und geteerter Radweg vorhanden ist. Jedes Gemeinderatsmitglied könnte sich so eine Meinung bilden, ob die bereits vorhandenen Gegebenheiten nicht schon ausreichen, um vom Auto auf das Rad umzusteigen, vorausgesetzt der Wille dazu ist vorhanden.

Wenn man sich als „fahrradfreundliche Kommune„ bezeichnet, sollte man sich bei der Stadt und dem Gemeinderat Gedanken darüber machen, wie man in gemeinsamen Gesprächen mit den Arbeitgebern, die in der Kommune ansässig sind, Lösungen zu erarbeiten, wie man die vielen Mitarbeiter, die in der Kommune ihren Wohnsitz haben, dazu bringen kann, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Da gibt es bestimmt mehr Potenzial die Umwelt zu verbessern, als mit dem Bau eines beleuchteten Schnellradwegs von, beziehungsweise nach Stuttgart.

Das Radwegenetz in Sindelfingen und den Nachbarorten ist hierzu noch nicht optimal ausgebaut. Aber mit 300 000 Euro und einem Anreiz von den Arbeitgebern für die Bereitschaft auf das Rad umzusteigen, könnte man einiges bewegen. Ausreden von Bürgern, warum gerade sie nicht auf das Rad umsteigen können, wird es immer geben. Diese werden auch nicht durch den Bau eines Schnellradwegs und auch nicht durch ein optimales Radwegenetz, wenn es vorhanden wäre, völlig ausgeräumt. Klaus Bernhard, Maichingen