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Von Chefredakteur 
Jürgen Haar · 23.07.2019

Auch große Projekte betroffen

Sindelfingen: Dramatischer Einbruch bei der Gewerbesteuer

Die finanzielle Situation der Stadt Sindelfingen verschlechtert sich dramatisch. Nur wenige Woche nach dem ersten Einbruch bei der Gewerbesteuer (minus 20 Millionen Euro), meldet 
Finanz-Bürgermeister Christian Gangl die nächste Hiobsbotschaft.

Nach den aktuellen Zahlungen muss die Stadt noch einmal mit 21 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer rechnen. Damit wird sich das Aufkommen bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr halbieren - von geplanten 83 auf 42 Millionen Euro. Hauptgrund für den Einbruch bei der Gewerbesteuer ist die Gewinnwarnung bei Daimler. Laut Christian Gangl rechnet die Kämmerei damit, dass die Stadt vorausgezahlte Gewerbesteuer zurückzahlen muss.


Neben der im Juni erlassenen Haushaltssperre hat der Gemeinderat am Dienstag auch eine sogenannte hauswirtschaftliche Sperre erlassen. Das heißt, schon für dieses Jahr muss die Stadt extrem sparen, „um das Defizit so gering wie möglich zu halten“, sagte Christian Gangl. „Auch große Projekte wie die Sanierung der Marktplatz-Tiefgarage oder der Neubau bei den Technischen Betriebsdiensten sind davon nicht ausgenommen“, kündigte der Erste Bürgermeister an.


Neben einem heißen Herbst durch den strengen Sparkurs „könnte auch das Jahr 2020 schwierig werden“, prophezeit Christian Gangl. Der Zeitplan für den Doppel-haushalt 2020/2021 kann auf alle nicht gehalten werden.


Ursprünglich wollte der Gemeinderat Mitte Oktober in die Haushaltsberatungen einsteigen und den Etat in der letzten Sitzung des Jahres im Dezember verabschieden.