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Thomas Oberdorfer · 22.05.2020

Arzt wegen schweren Betrugs verurteilt

Böblingen: 56-jähriger Mediziner muss zudem 62 000 Euro zurück zahlen

Es sind vier Tatvorwürfe, weswegen sich ein 56 Jahre alter Allgemeinmediziner aus Rottenburg, der im Tatzeitraum 2013 und 2014 eine Praxis in Böblingen führte, vor dem Amtsgericht Böblingen verantworten musste (Bild: Ruslan Ivantsov / Adobe Stock): Betrug in besonders schwerem Fall, Missbrauch von Titeln, Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Der Arzt wurde zu der Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt, zudem wurde die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 62 000 Euro festgelegt.

Die grundsätzlichen Sachverhalte bezüglich des Missbrauchs von Titeln sind unstrittig: Auf einer Seite im Internet wurde der Name des Angeklagten mit dem Zusatz „Dr.“ geführt, der 56-Jährige hat allerdings nicht promoviert. Bei der Durchsuchung der Böblinger Praxisräume des Angeklagten durch die Polizei sah ein Beamter in einer Vitrine ein Zertifikat, in dem eine Fortbildung des Angeklagten bescheinigt wird, zu lesen war auch dort der Doktor-Titel. Der Verteidiger des 56-Jährigen erklärte dazu: „Mein Mandant wusste nicht, dass der Titel geführt wurde, er hat die Internetseite nicht kontrolliert. Das Zertifikat gab es in seiner Praxis.“Wesentlich schwerwiegender ist der Tatbestand des Betrugs, weswegen sich der Angeklagte zu verantworten hatte. Im Jahr 2005 war bei ihm ein Mann aus Weil im Schönbuch Patient, der unter einer Hauterkrankung litt.

 

Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de