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Von unserem Redakteur Jürgen Wegner · 28.02.2020

Angst ist ein schlechter Begleiter

Standpunkt

Corona: Gering bis mäßig. So stuft das Robert-Koch-Institut derzeit die Gefahr für die Gesundheit ein. In etwa 85 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit mild und ist nach 10 bis 14 Tagen auskuriert, ansonsten könne der Spuk schon einmal bis zu sechs Wochen andauern. Alles halb so wild also? Davon kann und sollte man nicht sprechen, denn es handelt sich immer noch um eine Viruserkrankung, die sogar tödlich enden kann. So, wie andere auch. Der richtige Umgang damit: Ernst nehmen und dabei vor allem nicht durchdrehen. Doch wie geht das? 
Die Antwort darauf scheint auf den ersten Blick nicht einfach, bei allem, was zum Virus viral geht. Und das auch von Profis. Gegen eine Vielfalt der Quellen ist nichts einzuwenden, im Gegenteil. Aber wenn der Boulevard mit Überschriften wie „Bundeswehr fliegt Deutsche aus dem Seuchengebiet“ auf die Titelseite geht, dann schürt das Angst. Nichts anderes. Und Angst ist ein katastrophaler Begleiter. 
Gute Empfehlung
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, sich über seriöse, öffentliche Presse zu informieren, die es sich zur Aufgabe macht, Entwicklungen einzuordnen und Komplexes auf den Punkt zu bringen. Dazu rät sie, Internetseiten von Bundesbehörden wie Infektionsschutz.de anzuklicken. Und es gibt die üblichen Hygiene-Ratschläge: Husten- und Nies-Etikette einhalten, häufig die Hände waschen, Abstand nehmen , sich selten ins Gesicht zu fassen, denn auch das kann man trainieren. Hände-Desinfektionsmittel sowie Mund- und Gesichtsmasken seien dagegen nicht zu empfehlen.
Ruhig Blut und keine Panik, das sollte die Devise sein, Hysterie, Hamsterkäufe oder die prophylaktische Flucht in der Notaufnahme verschlimmern nur die Situation und führt zu Engpässen, sowohl was die medizinische, als auch die Warenversorgung angeht. Und fatal ist es, dubiose Quellen zu streuen und im schlimmsten Fall sogar mit Halbwahrheiten und Vermutungen anzureichern. 

juergen.wegner@szbz.de