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Von unserem Mitarbeiter 
Edip Zvizdiç · 13.11.2019

Albert Marki: „Das ist eine Hexenjagd gegen uns“

Fußball – Kreisliga B: Der Vorstand des Sindelfinger Fußballvereins wehrt sich gegen das Strafmaß

Die nach den Vorfällen in der Kreisliga B-Partie beim FSV Deufringen (die SZ/BZ berichtete mehrfach) verhängten Strafen gegen fünf seiner Spieler will der KF Isa Boletini Sindelfingen nicht auf sich sitzen lassen. Die Vereinsvorstände Ekrem Jupolli und Albert Marki wollen Einspruch gegen die teils deftigen Sperren einlegen.

Dass sich seine Spieler am 20. Oktober nach dem Spiel beim FSV Deufringen alles andere als vorbildlich verhalten haben, hat Albert Marki nie geleugnet. Der Vorstand des KF Isa Boletini Sindelfingen würde auch am liebsten den Mantel des Schweigens über die ganze Angelegenheit legen. Das schafft er aber nur bedingt. Denn er kann und will auch nicht das Auftreten des Schiedsrichters Darko Milakovic (Schiedsrichter-Gruppe Stuttgart) unter den Teppich kehren. „Zu viel wurde in den Zeitungen geschrieben und dabei unsere Eindrücke fast gar nicht berücksichtigt“, ist der Boletini-Vorstand bitter enttäuscht.


Als treibende Kraft haben sie aber den Bezirksspielleiter Helmut Dolderer (Wildberg) ausgemacht, dem sie Willkür vorwerfen. „Er hat uns schon lange auf dem Kieker und stellt uns immer wieder vor vollendete Tatsachen“, so Albert Marki. „So hat er mit keiner einzigen Silbe begründet, wieso wir vor dieser Saison in die Staffel 4 umgesiedelt wurden. Es gab schlichtweg keinen Grund, uns in die Gäu-Staffel zu stecken, wo wir außerdem auch deutlich längere Fahrten auf uns nehmen müssen.“ Helmut Dolderer selbst muss über die Vorwürfe schmunzeln. „Es steht klar und deutlich in den Statuten, dass eine Umgruppierung in eine andere Staffel jederzeit möglich ist“, erklärt der Bezirksspielleiter. „Die Staffeln 5 und 6 der Kreisliga B korrespondieren mit der Kreisliga A 2 sowie der Bezirksliga und waren darüber hinaus auch noch voll. Deshalb hat es Isa Boletini erwischt.“


Dass die Strafen so deftig ausfielen, liegt in der Rechts- und Verfahrensordnung verankert. „Es gibt einen klaren Strafrahmen für jedes einzelne Vergehen, aber keine Addition der einzelnen Delikte sondern nur eine Gesamtstrafe“, bestätigt Frank Thumm, Hauptgeschäftsführer beim Württembergischen Fußball-Verband (WFV). So könnte einem Spieler bei einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter auch ein Ausschluss von bis zu 24 Monaten vom Spielbetrieb drohen. Bei schwerer Körperverletzung wäre auch ein Ausschluss des Vereins möglich gewesen. Frank Thumm: „Da es aber diesbezüglich keinen Antrag vom Sportgericht auf Bezirksebene gab, stellt sich diese Frage auch nicht mehr.“


Der komplette Artikel steht am Donnerstag in der SZ/BZ und unter www.szbz.de