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Karlheinz Reichert · 16.06.2020

Aidlingen: Unterirdischer Ausflug in die Geschichte

Funde bei den Ausgrabungen im Lehmtal aus der Jungsteinzeit bis zum Frühmittelalter

Die rechteckigen Gruben sind sogenannte Profilkästen. Sie sind Teil des Dokumentationsprozesses auf Ausgrabungen. Archäologische Befunde wie Pfostenlöcher, Gruben oder Gräber müssen auf der Ausgrabung detailliert dokumentiert werden, um später die Struktur der Siedlung oder des Friedhofes rekonstruieren zu können.

Im Aidlinger Gewann Lehmtal, neben der Dätzinger Straße, will die Gemeinde 18 Sozialwohnungen bauen. Genutzt wurde die Fläche zuletzt durch die Landwirtschaft. Besiedelt war der Bauplatz aber bereits in der Jungsteinzeit – vor 6500 Jahren. Das ergaben die Ausgrabungen, die nun abgeschlossen wurden.

Die alten Aidlinger erwähnten in der Vergangenheit immer wieder, der Ursprung des Ortes sei gar nicht direkt an der Aid gewesen, wie es die Geschichtsschreiber darstellten, sondern im Lehmtal, das gar kein richtiges Tal ist, sondern das zum Randbereich der beiden Täler von Aid und Würm gehört. Auch in der Oberamtsbeschreibung von 1850 wird erwähnt, dass Aidlingen der Volkssage nach ursprünglich in den Lehmtaläckern gelegen habe.


Funde aus der Jungsteinzeit gab es in Aidlingen bereits bei früheren Grabungen: ebenfalls im Lehmtal, im so genannten Ostheim zwischen Böblinger, Nelken- und Blumenstraße, sowie auf dem Areal zwischen Tuchberg-, Hanfberg- und Mönchhaldenstraße und auf dem Grundstück Mönchhaldenstraße 5. Dort kam beim Ausheben der Baugrube das Skelett einer Frau aus einem Hockergrab zu Tage.


Der komplette Artikel steht am Dienstag, 16. Juni in der SZ/BZ auf www.szbz.de