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Von unserem Mitarbeiter Peter Maier · 17.06.2016

60 Kilometer Glasfaserkabel

Sindelfingen: Stadtwerke schneller als das Gesetz

Von neuen Gesetzen sind die Betroffenen nicht immer begeistert. Die Stadtwerke Sindelfingen setzen das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze gerne um.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung die Kosten für den Ausbau solcher Netze senken und somit den Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur massiv beschleunigen. Das hat seinen Grund: Europaweit hinkt Deutschland in Sachen Glasfaserausbau immer noch hinterher und befindet sich aktuell auf dem vorletzten Platz. Das soll sich nun ändern.

Bei Neubau oder Sanierung von Straßen müssen Glasfaserkabel künftig zwingend mitverlegt werden. Wird ein Neubaugebiet erschlossen, müssen Glasfaserkabel direkt eingezogen werden. Ebenso soll bestehende Infrastruktur (etwa Leerrohre) für den Ausbau genutzt werden.

„Eine gute Idee, die von uns sein könnte“, schmunzelt Markus Metzger, Leiter IT/Telekommunikation der Stadtwerke Sindelfingen GmbH, „denn die Stadtwerke praktizieren dies bereits seit vielen Jahren. Bei jeder Baumaßnahme, ob Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme, werden Glasfaserkabel oder Leerrohre mit verlegt. So sind wir in der Lage, effektiv und synergetisch unser Glasfasernetz weiter auszubauen, das sich zwischenzeitlich auf eine Länge von über 60 Kilometer beläuft.“

Auch in der Schwertstraße, in der das Mittelspannungs-Stromnetz der Stadtwerke erneuert wird, wurden Leerrohre für Glasfaseranschlüsse verlegt. Damit konnte die ITR AG, IT-Systemhaus und Spezialist für Telekommunikation, an das Glasfasernetz der Stadtwerke angeschlossen werden. Damit ist ITR nun direkt mit dem zertifizierten Rechenzentrum der Stadtwerke verbunden, in welchem das Systemhaus lokale Cloud- Dienste (ITR connect) anbietet.

Markus Metzger (links) von der Stadtwerke Sindelfingen GmbH und Volker Reuß, Vorstand der ITR AG, am Serverschrank im Rechenzentrum der Stadtwerke. Bild: z