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Von unserem Redakteur 
Dirk Hamann · 13.01.2020

40 Jahre die Grünen: Viel Parteigeschichte aus Sindelfingen

Sindelfingen: Die Grünen sind seit dem 13. Januar im Schwabenalter / Die Gründerszene hielt in der Stadthalle richtungsweisende Versammlungen ab

Geschlossenheit demonstrieren die Grünen bei einer Abstimmung über das Rotationssystem auf der Bundesdelegiertenversammlung am 15. und 16. Januar 1983 in Sindelfingen. Im Mittelpunkt der Versammlung standen Themen wie das Modell eines "nach ökologischen und sozialen Kriterien umstrukturierten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems", die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie Maßnahmen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit. Nach längeren Diskussionen beschloss die Mehrheit der rund 700 Delegierten, dass in den Bundestag einziehende Grüne nach zwei Jahren Nachrückern Platz machen sollen. | Verwendung weltweit

Die 68er-Bewegung? Zehn Jahre her. Ende der 70er Jahre hatte sie sich verlaufen, war Vergangenheit. Neue Themen bewegten viele Menschen: Frieden, Umweltschutz, Anti-Atomkraft, Selbstbestimmung. Punkte, die sie gemeinsam in Aufbruchstimmung versetzen ließen, weil sie diese in den Programmen der etablierten Parteien vermissten. Unter dem Zeichen der Sonnenblume riefen sie vor vier Jahrzehnten auf Bundesebene in Karlsruhe eine neue Partei ins Leben: die Grünen. Immer wieder im Zentrum der Gründerszene steht Sindelfingen.

 

Eine bunt zusammengewürfelte, etwas sonderbar anmutende Mischung tauchte schon ein paar Monate zuvor als neues Element in der baden-württembergischen Parteienlandschaft auf. Die erste Landesversammlung, gleichzeitig der Gründungsparteitag der Landes-Grünen, fand am 30. September 1979 in der Sindelfinger Stadthalle statt. Parole der Öko-Partei, die Mitglieder aus dem gesamten politischen Spektrum unter dem Motto „Nicht links oder rechts, sondern vorn“ vereinte. Oder besser gesagt – vereinen sollte. Denn von Anfang an zeigte sich, dass sich die einzelnen Lager über einen längeren Zeitraum kaum unter einem Dach vereinigen lassen würden.

 

 

„Zeit war reif für etwas Neues“

 

 

„Die Zeit war reif für etwas Neues“, blickt Herbert Rödling zurück. Der Sindelfinger Buchhändler war zwar selbst bei den Gründern der Grünen nicht am Start - er trat der Partei erst zwei Jahre später bei. Doch hat er den Gründungsprozess erst interessiert mitverfolgt. Und ab 1982 aktiv mitgestaltet. „Es galt unheimlich viele unterschiedliche Strömungen zu integrieren“, erinnert sich der Mann, der damals auch den Vorsitz des Ortsvereins Sindelfingen übernahm. Einig sei man sich darin gewesen, dass dem Thema Ökologie eine wichtige Rolle in der Politik erhalten müsse. Doch über diesen Grundkonsens hinaus gingen die Meinungen weit auseinander.

 

 

Der komplette Artikel steht unter www.szbz.de

Und so sah in den 80er Jahren der Wahlkampf der Grünen aus.