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Von unserem Mitarbeiter 
Andreas Denner · 23.10.2019

34.000 Gäste an 127 Tagen

Hildrizhausen: Die Betriebsausgaben fürs Freibad stiegen deutlich an

Das Hausener Freibad war in diesem Sommer an 127 Tagen geöffnet. Im Vorjahr waren es nur 126 Tage gewesen. Dennoch kamen mit 34.000 Badegästen rund 6000 weniger als 2018. Obwohl die Einnahmen dennoch fast gleichhoch waren, fiel der Kostendeckungsrad wegen erhöhter Betriebsausgaben auf 31 Prozent.

Länger offen, dennoch weniger Badegäste Hildrizhausen. Kostendeckungsgrad des Freibads sinkt wegen gestiegener Betriebsausgaben auf 31 Prozent

 

Von unserem Mitarbeiter Andreas Denner

 

 

Der von der Gemeinde zu tragende Abmangel beträgt 123.000 Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 91.900 Euro gewesen. Dabei blieben die Netto-Einnahmen mit 56.500 Euro fast auf dem gleichen Niveau wie 2018 (57.500 Euro). Doch die Betriebskosten stiegen von knapp 150.000 auf 180.000 Euro. Dabei stiegen die Personalkosten um 4400 Euro, für Strom und Unterhaltungskosten waren insgesamt 1500 Euro mehr fällig, die Wasser- und Abwassergebühren stiegen um 1200 Euro, alles kein Beinbruch.

 

 

Aber die sonstigen Betriebsausgaben stiegen um satte 22.800 Euro. So waren einerseits die zu verrechnenden Kosten des Bauhofs um 4700 Euro höher, als zuvor. Den dicksten Batzen machte aber andererseits eine neue Schichtführung bei der Wasseraufsicht, für die ein extra engagierter Dienstleister 20.800 Euro verlangte. Diese Arbeitsweise, so erklärte Bürgermeister Mathias Schöck in der Gemeinderatssitzung, sei extra eingeführt worden, damit der Betriebsleiter vor allem an weniger besuchten Tagen auch mal ganz zuhause bleiben könne. Außerdem wurden zu den Stunden von Peter und Benjamin Buttafoco und dem Dienstleister noch 121,5 Stunden Rettungswachdienst geleistet, wovon 33,5 Stunden auf den DLRG entfielen und 88 auf weitere Helfer. Nach dem Bericht des Bademeisters waren keine ernsthaften Verletzungen im Schwimmbetrieb festzustellen, lediglich einige Bienenstiche oder kleinere Schürfwunden.

 

 

Sorge machte dem Aufsichtspersonal allerdings, dass mehrfach Kleinkinder des Schwimmbeckens verwiesen werden mussten, weil niemand auf sie aufpasste. Andererseits wurden 18 Nichtschwimmer zu Schwimmern ausgebildet. Die Prüfung zum Seepferdchen wurde 25 mal abgelegt, das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze wurde neunmal erkämpft, in Silber fünfmal. Fazit von Bürgermeister Mathias Schöck: „Es war ein ganz durchschnittliches Jahr. Im Rekordjahr 2003 hätten über 60000 Badegäste die Tore passiert, in schlechten Jahren seien es aber auch nur 15000 gewesen. Der Badebetrieb endete am 8. September, am 9. September begannen die Sanierungsarbeiten.