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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 14.11.2017

3 Gemeinden für 3 Fahrzeuge

Aidlingen: Um die Flotte aufzurüsten, geht die Feuerwehr neue Wege / SZ/BZ-Serie (Folge 3)

Die Aidlinger Feuerwehr benötigt ein neues Feuerwehrauto und die Gemeinde geht beim Kauf erstmals einen neuen Weg. Um einen besseren Preis zu erzielen, haben sich die drei Feuerwehren Aidlingen, Böblingen und Leonberg zusammengetan und bestellen gemeinsam 3 Fahrzeuge.

Die Aufbauten werden dann von jeder Wehr individuell festgelegt und von der jeweiligen Kommune vergeben, Leonberg ist federführend bei der Ausschreibung. Ende September hat Kreisbrandmeister Guido Plischek nach einer Prüfung grünes Licht gegeben. „Das Fahrgestell ist überall gleich. Erst mit dem Aufbau kommt die feuerwehrspezifische Ausstattung“, sagt Aidlingens Feuerwehrkommandant Klaus Schneider.

Während Leonberg und Böblingen auf das Fahrgestell ein Umweltfahrzeug aufbauen, plant Aidlingen ein Wechselladerfahrzeug. Wie bei einem Containerfahrzeug kann der Hebekran auf dem Fahrzeug verschiedene fertige Aufbauten aufladen. Aidlingen möchte drei verschiedene Aufbauten: Logistik, einen Wassercontainer und eine Mulde.

Zunächst wird nun das Fahrgestell ausgeschrieben. Dafür gibt es eigentlich nur drei Hersteller: Mercedes, MAN und Scania. Da es sich um drei Fahrzeuge handelt, geht man davon aus, dass die Hersteller größeres Interesse an dem Auftrag haben und einen besseren Preis abgeben.

Noch in diesem Jahr, davon geht Kommandant Schneider aus, sollte der Gemeinderat über den Kauf entscheiden, sodass auch die Auftragsvergabe noch in diesem Jahr erfolgen kann. Der Kommandant hofft, dass im Frühjahr oder spätestens im Sommer das neue Fahrzeug in Aidlingen steht.

Wie bei der Zentralisierung der Aidlinger Feuerwehr festgelegt, werden mit dem Neukauf zwei der bisherigen Feuerwehrfahrzeuge aussortiert, und zwar der Rüstwagen RW1, 28 Jahre alt und der Schlauchwagen SW 1000, der schon über 30 Jahre in Betrieb ist. Damit ist dann auch die Zentralisierung der Feuerwehr mit der Planung des Fuhrparks abgeschlossen. 2009 wurde bei den Zielen der Zentralisierung festgelegt, den Fuhrpark deutlich zu reduzieren.

Nach dem Neukauf hat Aidlingen noch drei Großfahrzeuge und drei kleinere Autos. Eines der kleineren Fahrzeuge wird noch so lange gefahren, wie es der TÜV zulässt. Bislang stehen in der mittelfristigen Finanzplanung für 2018 lediglich 250.000 Euro für den Kauf eines Feuerwehrgerätewagens. Dieser Betrag wird aber kaum ausreichen.

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Das Führungsteam der Aidlinger Feuerwehr (von links): der stellvertretende Kommandant Udo Miller, Kommandant Klaus Schneider und der zweite stellvertretende Kommandant Andreas Bauer. Bild: Richter