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Karlheinz Reichert · 07.03.2019

25 Kilometer mit Strom für 2 Kaffee

Sindelfingen: Die Yorks GmbH entwickelt einen E-Scooter und hofft auf eine baldige Änderung der deutschen Straßenverkehrsordnung

In Deutschland darf der E-Scooter (noch) nicht auf die Straße. Ein Mitarbeiter der Yorks GmbH testete den elektrischen Tretroller in Paris. Bild: Neyer

„Fahrzeuge mit Antrieb, die schneller als 6 km/h fahren, benötigen eine Straßenzulassung für den Straßenverkehr. Ansonsten ist die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr nicht zulässig und das Gerät darf nur auf privaten Grundstücken genutzt werden.“ So steht es in der Straßenverkehrsordnung. Zu denen, die auf eine rasche Änderung hoffen, gehört auch die Sindelfinger Firma Yorks.

Das Unternehmen an der Mahdentalstraße entwickelt einen E-Scooter, der im nächsten Winter in Serie gehen soll. E-Scooter sind Tretroller, bei denen man sich das Treten sparen kann, weil ein Elektromotor für den nötigen Schwung sorgt. 650 Kilometer ist der Prototyp bisher gefahren.
Dabei haben zwei Mitarbeiter bisher je einen Punkt in Flensburg kassiert – wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Denn der S1-Elite, wie der Scooter der Yorks GmbH heißt, läuft nicht nur sechs, sondern das Vierfache. 24 km/h werden auch in Zukunft nicht erlaubt sein. 20 stehen im Entwurf von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der noch in diesem Halbjahr Gesetz werden soll.
In vielen Ländern sind die E-Scooter längst unterwegs, in manchen sind sie den E-Bikes und damit den Fahrrädern gleichgestellt. In Deutschland wird der Elektro-Tretroller ein Kraftfahrzeug sein. „Weil man da mehr regulieren kann“, sagt Dominik Neyer von Yorks. Vorgeschrieben werden zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen, Licht und ein Versicherungskennzeichen. Eine Helmpflicht soll es nicht geben.